GESCHICHTE

Geschichte des Aargauer Kantonalschwingerverband

1906 – 1981: Vom Nationalturnen bis zum fixierten Schwingermenü

2017

Samstag 9. Dezember 2017 um 19.00 Uhr wurde die 111. Delegiertenversammlung des Aargauer Schwingerverbandes mit einem stimmungsvollen Jodel des Jodlerklub Edelweiss, Zofingen eröffnet. Das Ok des AG Kant. Schwingfestes, welches am  03. Juni 2018 stattfinden wird, gestaltete würdig die Auenhalle in Aarau–Rohr. 135 Delegierte und Gäste darunter 129 Stimmberechtigte wohnten ihr bei. Der Präsident Markus Birchmeier begrüsste Wortgewand die Anwesenden und führte die Versammlung souverän als Vorsitzender. Viel Lob sprach er den Arbeiten der Techn. Leiter und Nachwuchs zu. Sein bisher her erfolgreichstes Schwingerjahr seiner Amtszeit, das er noch bis ins 2019 amten will.

OK Präsident vom AG Kant. Schwingfest 2018 in Aarau-Rohr Beat Bolzhauser präsentierte mit klaren Strukturen das Schwingfest am 3. Juni 2018. Die ersten Einblicke auf den AG Kant. Nachwuchsschwingertag, Bözberg 2018 präsentierte OK Thomas Notter. Dominik Gresch, OK Präsident des AG Kant. 2019 in Zofingen, stellte das Grobkonzept vor und betonte das man auf guten Kurs ist, ein Schwingfest in der Altstadt von Zofingen.

Zu einem positives Resümee vom AG Kant. in Brugg 2017, kam der Vize Präsident Notter Thomas. Viel Lob erteilte er seinem OK Team.

Einen Rekord mit 266 Nachwuchsschwingern hatte der Aargauer Nachwuchsschwingertag am 26. März 2017 in Brunegg. Der neu gewählte Präsident vom SK Lenzburg Martin Buchmann erläuterte kurz den Erfolg des Anlasses.

Techn. Leiter Guido Thürig ist mit der Weiterentwicklung seine aktiven Schwinger sehr zufrieden. Insgesamt wurden 65 Kränze erschwungen ein Rekordwert, das aufzeigt das wir mittlerweile über eine gute Bandbreite verfügen. Highlight der Saison war das Unspunnen in Interlaken, welches mit zwei Top Platzierungen von 5a Alpiger Nick, 5e Räbmatter Patrick zu einem Erfolg wurde. Auf die vier Neukranzer im Kanton:. Bearda Samuel, Siegrist Christian, Küng Marco und Mangold Michael ist man stolz. Ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Er dankte auch Meier Nick für seine Tatkräftige Unterstützung, bei den Kant. Trainings, und richtete zugleich ein Appell an die Aktivschwinger diese zu besuchen. Der erfolgreichste Schwinger der Saison ist Alpiger Nick mit 8 Kränzen, gefolgt von Bieri Christoph mit 7 und Thürig Mario mit 6 Kränzen. Schmid David und Räbmatter Patrick wurden leider durch Verletzungen im 2017 gebremst. Widmer Tobias konnte 6 und die Gebrüder Döbeli jeweils 4 Kränze erschwingen und sich verglichen zum Vorjahr deutlich steigern. Wir blicken positiv ins 2018! Unter Applaus wurde Mahrer Jürg als Aktivschwinger verabschiedet.

Die Arbeit des techn. Leiter Jungschwinger, Roger Schenk, ist lobenswert. Mit Schwingkursen, Kantonal Trainings sowie das Trainingslager sind bemerkenswerte Steigerungen der Erfolge des Nachwuchses. Die Jahrgänge 2001/03 werden nächstes Jahr ihr ENST (Eidg. Nachwuchsschwingertag) in Landquart erleben. Dank den engagierten Techn. Leitern und Helfern erhalten die Jungen eine optimale Vorbereitung. Der J+S Kurs verbuchte dieses Jahr Rekordteilnehmer.

Bereits zum 13-mal wurde der AMAG-CUP durchgeführt. Dabei bekommen dank unserem grosszügigen Verbandssponsor AMAG, die vier besten Klubs Preisgelder. An der Spitze war dieses Jahr der SK Freiamt gefolgt von SK Aarau, SK Lenzburg und auf den vieretn Platz SK Fricktal.

Todesfälle

Tief betroffen müssen wir uns von drei Ehrenmitgliedern für immer verabschieden.

SK Kreis Kulm: Emil Kyburz, Unterkulm, 23.04.1940 – 24.07.2017

SK Zofingen & Umgebung: Peter Rüegger, Rothrist, 25.04.1966 – 27.09.2017

SK Aarau & Umgebung: Walter Meier, Stüsslingen, 08.11.1927 – 16.10.2017

Wahlen und Ehrungen

Martin Leutwyler aus dem SK Kulm tritt aus dem Vorstand des AKSV. Er wird durch Bergmann André ersetzt. Roman Wyler vom SK Baden-Brugg wird neu in den AKSV gewählt als Protokollführer. Samuel Läuchli  vom SK Baden-Brugg bleibt als Gast ohne Stimmrecht im Vorstand er ist Kampfrichterbverantwortlicher des Aargau. Auf Grund der Mutationen wird Milena Meier SK Freiamt, neu Kassiererin.

Die Schwinger Kameraden Martin Leutwyler vom SK Kulm und Rolf Schmid SK Freiamt werden neu Ehrenmitglieder des AKVA für Ihre verdiente Leitungen des Schwingsports.

Geehrt wurden die vier Neukranzer Bearda Samuel, Siegrist Christian, Küng Marco und Mangold Michael und Alpiger Nick für seine Schwingleistung der Saison 2017. Gebührend geehrt wurden auch die Leiter, Helfer und Kampfrichter.

2016

Unter den Klängen der Alphorngruppe Kaisten wurde die 110. Delegiertenversammlung des Aargauer Schwingerverbandes in Brugg eröffnet. 142 Delegierte und Gäste wohnten ihr bei, davon 127 Stimmberechtigten. Roman Wyler der ehemalige Kranzschwinger organisierte eine Tadellose GV in der Turnhalle Au-Erle. Routiniert und gewohnt mit einer Prise Humor führte der Präsident Markus Birchmeier die Versammlung als Vorsitzender. Stadtammann von Brugg Daniel Moser präsentierte eine spannende Impression der Stadt Brugg. Seine Vorfreude gilt dem bevorstehendem Kant. Schwingfest in Brugg. Thierry Burkhart präsentierte als OK Präsident das Kant. Schwingfest am 6/7 Mai mit klaren Strukturen. Sie sind auf Kurs, und Stolz Gäste wie Bundesrat Ueli Maurer, Landammann Stephan Attiger und Stadtammann Daniel Moser als Gäste zu empfangen. OK Präsident des Kantonalschwingfest 2016 in Lenzburg Erich Renfer zog eine positives Résumé vom Kant. Schwingfest. Der SK Lenzburg mit OK Präsident Gustav Rothen führt am 26.März 2017 den Kant. Nachwuchsschwingertag in Brunegg durch. Der AMAG- Cup entschieden die Schwinger vom Schwingklub Aarau erneut für sich, dicht gefolgt vom SK Zofingen.

Die Technischen Leiter sind stolz auf Ihre Arbeit

Mit 17 Teilnehmer stellen die Aargauer das grösste Kontingent an Schwingern im NWS- Verband für das Eidgenössische Schwingfest in Estavayer. Dem Techn. Leiter Guido Thürig und dessen gesamtes Team gehört für Ihren fast grenzenlosen Einsatz höchsten Respekt. Der Aargauer Kantonale Schwingerverband gehört mit vier Eidgenossen zu den erfolgreichsten Kantonalverbänden der Schweiz. Techn. Leiter Guido Thürig ist stolz auf die drei neu gekürten Eidgenossen Nick Alpiger, Patrick Räbmatter, David Schmid und den fünffachen Eidgenosse Mario Thürig. 6 Bergkränze wurden erkämpft. Erfolgreichster Aargauer mit acht Kränzen ist Nick Alpiger. Die Jungen Talente von Jahrgang 1995 und jünger gewannen dieses Jahr 21 Kränze.

Nach seinem ersten Amtsjahr sieht der Techn. Leiter Roger Schenk nur positive Bilanzen. Die I&S Kurse wurden von 59 Aargauer Nachwuchsschwingern erfolgreich bestanden. Das Lager, wie auch die Kant. Trainings waren gelungene Erfolge.

Wahlen und Ehrungen

Der Freiämter Erwin Waldvogel tritt als Aktuar aus dem Vorstand zurück. Er wird ersetzt durch Milena Meier, Waltenschwil. Die Schwingerkameraden Markus Hasler Fricktal, Marcel Villiger Freiamt und Thomas Wüst Lenzburg werden neu zum AKSV Ehrenmitglied ernannt.

Geehrt wurden auch für Ihre hervorragenden Leistungen in Estavayer die drei neu Eidgenossen Nick Alpiger, Patrick Räbmatter, David Schmid und zu seinem fünften Eidgenossen Titel  Mario Thürig.

2015

Der Höhepunkt des Jahres 2015 war das zum 4ten Mal durchgeführte Eidg. Jungschwingertag 30.08.2015 in Aarburg. Durchgeführt von SK Zofingen mit dem Motto“ Treffpunkt künftiger Könige“. Vor 3690 Zuschauer durfte Lukas Döbeli im Jg. 2000 sich als Sieger feiern lassen. Im Jg. 1998 gelang es Andreas Döbeli sich für den Schlussgang zu qualifizieren. Er unterlag dem Favoriten Giger Samuel, konnte sich trotz verlorenem Gang auf Platz 2 klassifizieren
Die konstante Leistung (8 Kränzen) davon 2 Kranzfestsiege (Aargauer, Solothurner) von Christoph Bieri erfreute den Aargau. Praktisch die ganze Saison mussten wir leider auf unseren zweiten Eidgenössischen Kranzschwinger Mario Thürig verzichten, aufgrund einer früh erlittenen Verletzung musste er sich aus dem Wettkampfgeschehen verabschieden. Aber auch Samuel Schmid wie Michael Bächli mussten Frühzeitig Ihre Saison beenden wegen Verletzungen.

107. Nordwestschweizer Schwingfest, Jonen vom 09.08.2015. Das Organisationskomitee unter der Leitung von Walter Fröhli bescherte uns ein prächtiges Verbandsschwingfest. Es kam zwischen Bruno Gisler und Nick Alpiger zu einem reinen NWSV Schlussgang, den Gisler zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Die Aargauer Schwinger, insbesondere Alpiger und Michael Bächli, haben das Fest mitgeprägt.
Fassungslos mussten wir zur Kenntnis nehmen, das nur kurze Zeit später Walter Fröhli nach kurzer schwerer Krankheit im November seiner Krankheit erlag.
Mit zwei Kranzfestsiegen von Christoph Bieri (Aargauer, Solothurner) und dem ersten Kranzfestsieg von Patrick Räbmatter (Baselländer) verbuchten wir einen Kranzfestsieg weniger als im Vorjahr. Patrick Räbmatter, der nebst seinem Sieg am Baselländer auch am Aargauer im Schlussgang stand, aber auch Nick Alpiger, der sich dank hervorragender Leistungen sowohl am Baselländer als auch am Nordwestschweizerischen für den Schlussgang qualifizieren konnte.
Mit 8 Kränzen erfolgreichster Aargauer Kranzsammler war der Eidgenosse Christoph Bieri, dicht darauf folgte ihm einer der Aufsteiger des Jahres. Nick Alpiger erkämpfte sich 7 Kränze unteranderem den Brünigkranz und qualifizierte sich am Baselländler sowie am Nordwestschweizerischem im Schlussgang und dies im jungen Alter von erst 18 Jahren. Patrick Räbmatter mit 4 Kranzgewinnen, durfte seinen ersten Kranzfestsieg am Baselländler erleben. Michael Bächli mit 4 Kranzgewinnen unter anderem den Brünigkranz. Schmid David mit 3 Kranzgewinnen und sicherte sich den Sieg im Schachenschwinget in Aarau. Joel Strebel mit 2 Kranzgewinnen. 4 Neukranzer durfte der Aargau verbuchen das sind: Döbeli Andreas, Huber Jan, Kramer Franz und Leuthard Reto. Dass momentan eine starke junge Garde von Schwingern am Werk ist, erkennt man auch daran, dass 18 der 47 gewonnenen Kränze an Schwinger gingen, die noch keine 20 Jahre alt sind.
Nebst den Rangschwingfesten im Aargau waren die Aargauer Schwinger an diversen außer kantonalen Anlässen vertreten. Insbesondere mit den Siegen von Räbmatter Patrick am Engelbergschwinget und dem Sieg von Bieri Christoph am Bad-Schwinget in Wolhusen konnten dabei hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Sein erster Festsieg durfte Nick Alpiger am Hombergschwinget feiern, auch holte er am Südwestschweizer Schwingfest in Genf den Kranz.

Aargauer Kant. Nachwuchsschwingertag in Würenlingen am 30. Mai wurde mit 213 Teilnehmern durchgeführt werden. Das OK und der Schwingklub Zurzach unter der Leitung von Stocker Francois hatten einen sehr schönen Festplatz aufgestellt. Die 123 Aargauer kämpften stark und gewannen in vier Kategorien. Von den Total 75 abgegebenen Doppelzweigen blieben 38 im Aargau.
98/99 Bächli Michael 00/01 Döbeli Lukas 02/03 Joho Philipp 04/05 Roth Jan 06/07 Luder Joel. Auch immer wieder in den Reihen der Jungschwinger als Schlussgangteilnehmer oder auf Festsieger sind bei den Jg.02/03 Stadler Kevin, Järmann Florian 04/05 Joho Pascal, Roth Tim 06/07 Studinger Robin, Müller Nico.

Jahr 2012 2013 2014 2015
Aktivmitglieder 143 147 143 148
Nachwuchsschwinger 124 122 144 161

Von folgenden Ehrenmitgliedern des Aargauer Kantonalen Schwingerverbandes mussten wir uns in diesem Jahr leider für immer verabschieden.
SK Kulm Hans Hartmann, Unterkulm SK Freiamt Hansueli Aebi, Buttwil, Ernst Huber,Jonen
SK Zofingen Rudolf Wullschleger, Zofingen SK Zurzach Jakob Laube, Lengnau

Am Freitag, den 11 September fand die 4.Verleihung des Goldenen Kranzes statt. Drei Aargauer Schwinger standen in der Nomination. Nachwuchsschwinger des Jahres: Michael Bächli und Lukas Döbeli. Aufsteiger des Jahres: Nick Alpiger.
Die Arbeiten im Bereich Marketing und Medienarbeit deutlich erhöht. Facebook/ Homepage
Nach 16 Jahren tritt Peter Aegerter aus dem erweiterten Vorstand zurück. Pascale Alpiger nimmt als Klubvertreterin des Schwingklubs Lenzburg seinen Platz ein. André Bergmann tritt von seinem Amt als Kampfrichterverantwortlicher zurück. Samuel Läuchli wird neu für das Amt gewählt.
Am 17. Januar 2015 in Jonen an der DV in Jonen wurde Astrid Rohner-Vogt aus dem Aargauer Kantonalen Schwingerverband wurde als Medienverantwortliche in den
Nordwestschweizer Vorstand gewählt.
Das Beitrittsgesuch zu der Organisation Swiss Olympics wurde positiv beurteilt.

2014

Souverän und mit viel Humor führte Markus Birchmeier als Präsident des Aargauer Kantonal Schwingerverband seine erste Delegiertenversammlung als Präsident in Unterkulm durch.

Auf ein erfolgreiches Schwingerjahr darf der Aargauer Kantonal Schwingerverband zurückblicken.
Höhepunkte waren die beiden Bergkranzfeste. Christoph Bieri gewann vor 4100 Zuschauer das Weissenstein Schwinget. Mario Thürig gewann als erster Aargauer Schwinger das Schwägalpschwinget.
Der Kanton Aargau ist klar wieder der führende Kanton in der Nordwestschweiz. Guido Thürig hat in seiner neuen Aufgabe in seinem ersten Amtsjahr viel bewirkt. Die Trainings und das im Frühjahr durchgeführte Trainingslager zeigen Wirkung.

Das 108. Ag Kant. Unterkulm unter der fachkundigen Leitung von Martin Widmer präsentierte eine wunderbare Schwinger Arena. Die 3000 Zuschauer erlebten tollen Schwingsport, der ganz klar der Schwingerkönig Matthias Sempach den Stempel draufdrückte. Im Schlussgang traf er auf Christoph Bieri der nach 12 Minuten gestellt endete. Sieben Neukranzer darf der Aargauer Schwingerverband in seinen Reihen begrüssen. Hügli Kai und Schmid Samuel am 108. Ag Kant. in Unterkulm. Widmer Tobias und Bächli Michael am 106. BS Kant. Hasler Jimmy und Lehmann Nicola am BL Kant. in Muttenz und Furter Reto am 107. NWS in Zuchwil.

An den Aargauer Rangschwingfesten wurde sehr gute Schwingerarbeit gezeigt, erfreulich ist, dass wir keinen Festsieg einem der Gäste überlassen mussten. Nicht zuletzt dazu beigetragen haben auch die Heimsiege von Patrick Räbmatter am Niklaus-Thut und David Schmid am Fricktaler Abendschwinget.

Viel zu früh mussten wir uns dieses Jahr von gleich vier AKSV und Klubehrenmitglieder verabschieden.
Ernst Schraner, Gränichen 1934 verstarb im Januar am gleichen Tag im Januar verstarb auch Hansruedi Wüest, Staretschwil 1944, im April Albert Blättler, Jonen 1938 und im Oktober verlies uns Fritz Plüss, Oftringen.

André Bergmann wird neuer Kampfrichtercoach. Nach 14 Jahren übergibt Armin Keller das Amt des Präsidenten an Lukas Meier.
Für den abtretenden Martin Schmid ist Pascale Alpiger als neue Medienverantwortliche gewählt.
Der Klubvorstandsvertreter neu in dieser Funktion wird für den SK Fricktal David Schreiber, welcher David Schmid ersetzt. Turnusgemäß gibt Roland Hirt sein Amt ab. Als sein Nachfolger wird Daniel Rytz gewählt.

2013-2007 in Arbeit

2006

Der Aargauisch Kantonale Schwingerverband nimmt das Jubiläumsjahr in unveränderter Vorstandsbesetzung mit Paul Vollenweider als Präsidenten und Matthäus Huber als Technischem Leiter in Angriff. Wie im Vorjahr hat der Aargau im April einen kapitalen Rücktritt hinzunehmen. Nach Stefan Strebel entscheidet sich auch Markus Birchmeier just vor Beginn der neuen Freiluftsaison, nicht mehr wettkampfmässig anzutreten. Damit bleibt Mario Thürig als vorläufig einziger Aargauer „Eidgenosse“ übrig.
An Birchmeiers Stelle tritt als neuer Aargauer Spitzenschwinger Christoph Bieri. Der 20-jährige Untersiggenthaler gewinnt am Solothurner „Kantonalen“ in Stüsslingen in souveräner Manier sein erstes Kranzfest. Mario Thürig trumpft am Auffahrtstag in Basel gross auf und siegt am Rheinknie zum zweiten Mal in Folge. Bruder Guido gewinnt in Muttenz zum dritten Mal in Folge das „Basellandschaftliche“.

Ausgerechnet am 100. Aargauer „Kantonalen“ in Zetzwil bricht die Aargauer Dominanz an der Spitze ab. Im vierten und fünften Gang läuft alles gegen Einteilungschef Matthäus Huber. Der Kestenholzer Ueli Emch nützt die Gunst der Stunde, besiegt im Schlussgang Mathias Studinger und schnappt den Gebrüdern Thürig, die am Ende mit Maximalnoten noch gleichziehen, den Siegermuni vor der Nase weg. Ansonsten verläuft der Jubiläumsanlass stimmungsvoll, obwohl zahlreiche weitere Veranstaltungen im ganzen Kanton den Aufmarsch mit 1500 Zuschauern unter den Erwartungen halten.

Erstmals seit 1981 (Ernst Schläpfer) müssen die Innerschweizer an ihrem Teilverbandsfest den Sieg wieder einem Gast überlassen: dem Aargauer Mario Thürig. Dieser muss den Erfolg allerdings mit Martin Grab teilen. Thürigs Coup erstaunt umso mehr, als der vermeintlich stärkste Gegner der Innerschweizer, Schwingerkönig Jörg Abderhalden, wegen einer Achselverletzung aus dem 3. Gang, aufgeben musste. Offenbar sind die Einheimischen zu siegessicher. Thürig ist es recht. Er nutzt die Gunst der Stunde und bodigt gleich drei ganz Böse aus der Innerschweiz – Adrian Laimbacher, Edi Kündig und Martin Grab. Von Philipp Laimbacher trennt er sich unentschieden. Zu einer reinen Formsache wird für Thürig der Schlussgang gegen Christian Schuler. In der 5. Minute ist es nach einem Gammen um den jungen Schwyzer geschehen. Der Sieg von Thürig ist in jedem Fall kein Zufallsprodukt.

2005
Die Einführung des Amag-Cups, einer Klubwertung, bewirkt an den acht Rangschwinget der Aargauer Klubs einen durchschnittlichen Anstieg um 15 Teilnehmer. Die ersten vier Vereine in der Jahreswertung teilen sich ein Preisgeld von 5000 Franken. Als erster Jahressieger geht Baden-Brugg vor Zurzach und Fricktal hervor.
Der TSV Frick Handball organisiert das 99. Aargauer Kantonalschwingfest, das von prächtigem Vorsommerwetter profitiert. 2100 Zuschauer verfolgen die Zweikämpfe der 132 Schwinger. Im Schlussgang stehen sich die Gebrüder Thürig gegenüber. Mario fackelt nicht lange, greift sofort an und wuchtet Guido mit einem Gammen platt auf den Rücken.
160 Jungschwinger nehmen am 14. August am „Kantonalen“ des Nachwuchses in Mühlau teil. Regengüsse begleiten den Tag. Der Schwingklub Freiamt holt das Beste heraus und sorgt für einen speditiven Ablauf. Ein Kategoriensieg bleibt im Freiamt, zwei gehen an die Lenzburger, je einer an Zurzach und Aarau.
Wegen den gewaltigen Überschwemmungen und Unwetterschäden Ende August, die viele Teile der Schweiz heimsuchen und viel Leid und Zerstörung bringen, muss der Unspunnenschwinget in Interlaken um ein Jahr verschoben werden.
Der Schwingklub Zurzach organisiert den Nordwestschweizer Jungschwingertag in Wislikofen. 172 Teilnehmer steigen am 28. August bei schönem Spätsommerwetter in die Hosen. Zu einem fixen Termin für den Aargauer Schwingernachwuchs hat sich der Bänzeschwinget im Dezember entwickelt. Bei der 19. Austragung, diesmal im Aarauer Schwingkeller, treten die acht Klubs mit 70 Buben an. Bleibt abzuwarten, ob die Kategoriensieger Christian Wehrli (Suhr), David Anderegg (Suhr), Sandro Widmer (Oftringen) und Nick Alpiger (Staufen) im nächsten Vierteljahrhundert auch Schlagzeilen bei den „Grossen“ liefern werden.

2004
Viel zu früh begleitet der Aargauische Kantonalschwingerverband die beiden Ehrenmitglieder Martin Keller (Mandach) und Kurt Brändli (Unterbözberg) zum Grab. Im Dezember folgt der überraschende Tod von Christian Schaffner (Muhen), der vier Monate zuvor am „Eidgenössischen“ noch als Kampfrichter im Einsatz stand.
Die Abgeordnetenversammlung in Biel vergibt das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2007 einstimmig nach Aarau.
Am 1. August bietet Hägglingen einen gelungenen Rahmen für das Aargauer Verbandsfest, mustergültig vorbereitet und durchgeführt vom Turnverein Hägglingen und dem Schwingklub Freiamt. Stefan Strebel feiert vor 1500 Zuswchauern einen prestigeträchtigen Heimsieg. Im Schlussgang hält ihm Urs Mahrer (Möhlin) keine zwei Minuten stand.
167 Buben starten am Aargauer Jungschwingertag auf dem Bözberg, organisiert vom Schwingklub Baden-Brugg.
Ein in jeder Beziehung grandioses Eidgenössisches Schwing-und Älplerfest in Luzern bildet den denkwürdigen Höhepunkt des Schwingerjahres. An beiden Tagen verfolgen über 40’000 Zuschauer die attraktive Arbeit der Schwinger. Dazu gehören auch 20 Aktive aus dem Aargauer Verband. Stefan Strebel und Mario Thürig retten jeweils mit einem Plattwurf im letzten Gang den Kranzgewinn. Für Strebel ist bereits das dritte eidgenössische Eichenlaub, für den 19-jährigen Möriker die Premiere.

2003
Die Nordwestschweizer Delegiertenversammlung findet am 18. Januar als Prolog zum Teilverbandsfest im Sommer in Unterkulm statt. Der Aargauer Verband verliert die beiden langjährigen Schwingsportförderer und -freunde Walter Flückiger (Oftringen) und Jakob Wälti (Kölliken) aus der Reihe der Ehrenmitglieder.
Bei heissem Sommerwetter verfolgen in Untersiggenthal nur rund 1000 Zuschauer das Verbandsfest mit 133 Schwingern. Die Guggenmusik Räbefoniker, der Männerchor Untersiggenthal und der Schwingklub Baden-Brugg bilden gemeinsam das Organisationskomitee. Im Schlussgang setzt sich Martin Rohrer (Althäusern) gegen Jürg Mahrer (Möhlin) in der 5. Minute mit einem Hüfter durch. Der 28-jährige Freiämter feiert damit seinen ersten Kranzfestsieg, nachdem er in früheren Jahren vor allem als Ringer erfolgreich gewesen war.
Das „Nordwestschweizerische“ am 10. August in Unterkulm leidet unter rekordverdächtiger Hitze von 36 Grad. Der Schwingklub Kreis Kulm und der Turnverein Unterkulm organisieren das Fest hervorragend. Einziger „Schönheitsfehler“ ist der Gästesieg. Der 18-jährige Möriker Mario Thürig leistet dem haushohen Favoriten Adi Laimbacher in der Endausmarchung allerdings respektlos Widerstand und kommt selber zu guten Siegchancen. Schliesslich entscheidet der Innerschweizer das spektakuläre Finale nach acht Minuten mit einem wuchtigen Kurz für sich.
Den kantonalen Jungschwingertag organisiert der Schwingklub Aarau in Suhr. Bei schönem. Wetter zeigen 183 Buben beherzten Einsatz. Von den 58 abgegebenen Zweigen bleiben 40 im Aargau. Am NWS-Jungschwingertag in Olten holen sich Yves Steinmann, Marc Aderegg und Adrian Jakober einen Kategoriensieg.
Nach einer minutiösen Evaluation durch ein 18-köpfiges Bewerbergremium erhält Aarau mit der Austragungsstätte „Aarauer Schachen“ am 7. April den Zuschlag für die Durchführung des Eidgenössischen Schwingfestes 2007. Die beiden anderen Bewerber Lenzburg und Baden-Brugg (Birrfeld) unterliegen überraschend klar.
Am 18. September findet die Gründungsversammlung des Trägervereins für den Grossanlass, dem alle acht Schwingklubs und der Kantonalvorstand angehören, statt. Als OK-Präsident amtet Regierungsrat Rainer Huber, Vorsteher des Departements für Bildung, Kultur und Sport. Präsident des Trägervereins ist der frühere Kantonalpräsident Kurt Eggimann (Birrhard).

2002
Die Nordwestschweizer Delegiergenversammlung ernennt Daniel Dreier zum neuen NWS-Präsidenten. An der Abgeordnetenversammlung des Eidgenössischen Schwingerverbandes in Aubonne erhält Hans Pauli (Oftringen) das Vertrauen als neuer Obmann ausgesprochen. Er löst den Berner Fritz Schwander als höchsten Schwingerfunktionär des Landes ab. Am Sonntagabend bereitet ihm der Schwingklub Zofingen im Stadtsaal einen gebührenden Empfang.
Ein wunderschöner Sommertag mit 2000 Zuschauern ist dem Kantonalschwingfest in Muhen beschieden. Die Trachtengruppe Muhen und der Schwingklub Aarau haben ein stimmungsvolles Fest vorbereitet. Der Aufmarsch von „nur“ 125 Schwingern bildet eine leise Enttäuschung. Den Tagessieg erbt der Däniker Christian Studinger nach „gestelltem“ Schlussgang zwischen Matthäus Huber und dem Allschwiler Andreas Henzer. Der Baselbieter zerstört dabei „Mättus“ letzten grossen Traum. Der wohl populärste Schwinger der Schweiz feiert an diesem Tag zwar seinen 100. Kranzgewinn. Aber die destruktive Schwingweise von Henzer verhindert Mathäus Hubers ersten alleinigen Aargauer Festsieg endgültig.
163 Teilnehmer vereinigt der Schwingklub Zofingen beim kantonalen Jungschwingertag in der Thutstadt. Dauerregen dämpft jedoch die Stimmung.
Sechs Aargauer Schwinger gehören zur zehnköpfigen Nordwestschweizer Delegation am Expo-Schwinget in Murten. Am besten schneidet Markus Birchmeier ab. Der Döttinger gewinnt vier Gänge, verliert nur gegen den nachmaligen Tagessieger Martin Grab und klassiert sich zusammen mit Damian Zurfluh (Wittinsburg) als bester Nordwestschweizer im 4. Punktrang.
Am Kilchbergschwinget vom 1. September verabschiedet sich Matthäus Huber vom aktiven Schwingsport. Dem überdurchschnittlichen Schwinger mit höchst attraktiver Schwingart jubeln 14 000 Zuschauer auf der Ehrenrunde nochmals zu. „Mättu“ war in all’ den Jahren zum Sympathieträger weit übers Schwingen hinaus gewachsen und legte für den Nordwestschweizer Teil- wie für den Aargauer Kantonalverband viel Ehre ein.

2001
Der Schwingklub Zofingen bietet dem Verbandsfest in Rothrist Gastrecht. Nach schönem Wetter am Vormittag öffnet Petrus die Schleusen. Im strömenden Regen genügt Markus Birchmeier ein „gestellter“ Schlussgang gegen Matthäus Huber zum vierten Triumph am eigenen „Kantonalen“. Ein weiteres Mal bleibt damit „Mättu“ der längst fällige Triumph verwehrt.
Roger Schenk, der Technische Leiter des Schwingklubs Zofingen, meistert im Schlussgang des „Nordwestschweizerischen“ in Laufen den Baselbieter Damian Zurfluh und feiert damit den grössten Erfolg seiner Karriere.
Der Schwingklub Zurzach ist turnusgemäss an der Reihe, den kantonalen Jungschwingertag durchzuführen. Am 12. August trifft sich der Aargauer Nachwuchs in Döttingen zum Kräftemessen. Unter den 156 Teilnehmern schwingen in den fünf Alterskategorien Yves Steinmann (Villmergen), Josef Reichmuth (Oberwil-Lieli), Lars Schenk (Wislikofen), Jürg Mahrer (Möhlin)¸ Mario Thürig (Möriken) und Marc Stoffel (Allschwil) obenaus.
Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest findet am 25./26. August auf dem idealen Gelände des Paléo-Festivals in Nyon statt. Die Leistung der Aargauer Schwinger fällt erfreulich aus. Spezielle Erwähnung verdient die zweitägige Vorstellung von Matthäus Huber. Der Eppenberger in Aarauer Diensten schwingt sich von Beginn weg in die Herzen aller Zuschauer. Bei den attraktiv-offensiven Einsätzen des Publikumslieblings applaudieren die Zuschauer so sehr, dass mancher Mättu-Fan den Freudentränen freien Lauf lässt. Mit dem „heimlichen König“ und „Sympathieträger“, wie er in den Medien bezeichnet wurde, hat im Vorfeld wohl niemand gerechnet.
Das eidgenössische Eichenlaub gewinnen Matthäus Huber, Markus Birchmeier und Stefan Strebel. Den Schlussgang zwischen dem alten Schwingerkönig (Jörg Abderhalden) und dem neuen (Nöldi Forrer) leitet Josef Broch (Beinwil/Freiamt). Der enttäuschende „Gestellte“ reicht Forrer zur Königskür.
Nach zehn Jahren als Aargauer Verbandspräsident tritt Daniel Dreier (Holziken) an der Delegiertenversammlung in Muhen zurück. An seine Stelle rückt der ehemalige eidgenössische Kranzschwinger Paul Vollenweider (Merenschwand) nach. Dreier leitete den Verband mit grossem Einsatz. Zu schaffen machte ihm der Rückgang an Aktivschwingern.
Ehrenmitglied Markus Sommerhalder lanciert die Idee, jährlich ein Tischset mit Inseraten und Informationen zur Schwingfestsaison und zu den Aargauer Klubs zu drucken. Auf Anhieb resultiert ein stolzer Erlös. Bis 2006 äuffnet sich so ein Erlös von über 30 000 Franken zur Bestreitung der Zusatzkosten für Jubiläumsfeier und Jubiläumsschrift.

2000
Die eidgenössischen Abgeordnetenversammlung heisst am 4./5. März in Muttenz einen dreijährigen Versuch mit neuen Bergkranzfesten auf dem Weissenstein und auf der Schwägalp gut.
Das „Kantonale“ erlebt in Tegerfelden zusammen mit dem 75-Jahr-Jubiläum des örtlichen Turnvereins eine stimmungsvolle Austragung. Im Organisationskomitee wirken ausserdem Mitglieder des Schwingklubs Zurzach mit. Den Schlussgang bestreiten die Freiämter Klubkameraden Marcel Villiger und Stefan Strebel. Letzterer hat zuvor Matthäus Huber besiegt und krönt den Tag mit dem Triumph in der Endausmarchung.
Seinen persönlichen Karrierehöhepunkt erlebt der Zuzger Markus Hasler in Itingen. Im Schlussgang des „Nordwestschweizerischen“ genügt ihm ein „Gestellter“ gegen den Nordostschweizer Gast Stefan Burkhalter zum Tagessieg vor dem Innerschweizer Favoriten Martin Grab. Dieser hat im zweiten Gang kein Siegesrezept gegen den Fricktaler Turnerschwinger gefunden.
Ein 166-köpfiges Feld tritt zum kantonalen Jungschwingertag in Möriken an. Als OK-Präsident hat Hans Thürig den Anlass gut im Griff.
Im Alter von 92 Jahren verstirbt das kantonale Ehrenmitglied Ferdinand Haus (Unterbözberg). Er geht als Initiant des Bözbergschwingets in die Geschichte ein.
Auf einer zweitägigen Reise ins Berneroberland. besichtigt der Kantonalvorstand das Freilichtmuseum Ballenberg und die Beatushöhlen und übernachtet in Sigriswil. Am Sonntag folgt eine rasante Abfahrt mit dem Trottinett vom Niederhorn nach Beatenberg. Nicht alle haben die Geschwindigkeit unter Kontrolle und kommen von der Strasse ab.

1999
Zu einem Novum kommts am 93. Aargauer „Kantonalen“ in Lenzburg, organisiert vom Schwingklub Lenzburg. Nach dem „gestellten“ Schlussgang zwischen Stefan Strebel und Markus Birchmeier vor nur 1000 Zuschauern teilen sich vier Aargauer Spitzenschwinger den ersten Punktrang: Markus Birchmeier, Marcel Villiger, Markus Hasler und Matthäus Huber.
Am 27. Juni organisiert der Schwingklub Kulm in Leutwil den kantonalen Jungschwingertag. 162 Teilnehmer erleben bei optimalen äusseren Verhältnissen einen stimmungsvollen Wettkampftag mit respektablem Zuschaueraufmarsch. Am Abend berichtet bereits das Regionalfernsehen über den gelungenen Anlass.
Das Nordwestschweizerische Verbandsfest erfreut sich dank des Männerchors Gipf-Oberfrick und anderer Trägervereine im Dorf einer mustergültigen Vorbereitung und Durchführung. 2500 Zuschauer belohnen die aufopferungsvolle Arbeit. Im Schlussgang widersteht der Basler Eidgenosse Rolf Klarer allen Angriffen Matthäus Hubers, was Ersterem zum Tagessieg verhilft.
Eppenberg-Wöschnau erlebt am 29. August die Premiere des Nordwestschweizer Jungschwingertages. 185 Teilnehmer kämpfen um eine Eichenlaub-Auszeichnung. Die 98 Aargauer erobern von den 59 abgegebenen Zweige 37. Als Kategoriensieger gehen Samuel Schaffner, Mario Thürig, Patrick Huber und Christoph Eggen hervor.
Zum Saisonhöhepunkt bestreiten die 150 besten Sägemehlzweikämpfer des Landes den Unspunnen-Schwinget. Nach dem „gestellten“ Schlussgang zwischen Silvio Rüfenacht und Christian Vogel erbt Jörg Abderhalden nach einem umstritten-turbulenten Gang gegen Matthäus Huber den Festsieg.
An der Delegiertenversammlung orientiert Präsident Daniel Dreier über die Aktivzahlen und belegt anhand der nachfolgenden Statistik, dass der Abwärtstrend endlich gestoppt werden konnte.

Jahr    Schwinger
1969    302
1974    255
1984    257
1991    185
1996    153
1999    163

Der Verband trauert in diesem Jahr um die Ehrenmitglieder Franz Böhlen (Leukerbad) und Ernst Hunziker (Oberkulm).

1998
Turnusgemäss bildet das Eidgenössische Schwingfest, diesmal im alten Wankdorfstadion in Bern ausgetragen, den Höhepunkt der Schwingersaison. Als neuer König geht der 19-jährige Toggenburger Jörg Abderhalden hervor. Die Resultate der Aargauer Schwinger dürfen sich sehen lassen. Der Solothurner in Aargauer Diensten, Matthäus Huber, erobert seinen vierten Eidgenössischen Kranz, was zuvor noch keinem Aargauer gelang. Er bleibt in den acht Gängen unbesiegt und belegt den 4. Punktrang. Stefan Strebel (Dintikon) und Markus Birchmeier (Döttingen) feiern beide ihren ersten eidgenössischen Kranz. Markus Pfister (Erlinsbach) amtet als Platzkampfrichter.
Am Aargauer Kantonalschwingfest stiebt im Bezirkshauptort Unterkulm das Sägemehl auf fünf Plätzen. Im Schlussgang erhöht Tagessieger Markus Birchmeier sein Notentotal gegen Urs Sattler auf eindrückliche 59,50 Punkte.
Am 23. August organisiert die Männerriege Zeiningen mit dem Schwingklub Fricktal den kantonalen Jungschwingertag zur vollen Zufriedenheit aller 171 Teilnehmer und Besucher.
Aus der Garde der Ehrenmitglieder erhalten Peter Spörri (Hettenschwil) und Hans Schaffner (Hirschthal) das letzte Geleit. Letzterer hatte im Nordwestschweizerischen Verband während sieben Jahren als Technischen Leiter gewirkt.

1997
Ein tragischer Unfall überschattet das Schwingerjahr. Der Kulmer Aktivschwinger Daniel Rytz verletzt sich am 27. April am Basellandschaftlichen Kantonalschwingfest in Oberwil schwer. Er ist seither querschnittgelähmt und damit auf den Rollstuhl angewiesen. Der Schock sitzt bei allen Schwingerfreunden tief. Der Eidgenössische Verband tritt mit der Idee eines Benefizschwingets an den Schwingklub Kreis Kulm heran. Präsident Walter Lehner und Robert Zimmerli ergreifen die Initiative und formieren ein effizientes Organisationskomitee. Die Leitung liegt in den Händen von Kantonalpräsident Daniel Dreier (Holziken). Innerhalb von nur zwei Monaten stampft die Schwingerfamilie ein Fest von eidgenössischem Charakter aus dem Boden. Das OK realisiert dank breiter Unterstützung, die weit über Schwingerkreise hinaus reicht, eine kaum für möglich gehaltene Solidaritätsaktion. Im Zentrum steht die Absicht, den Schicksalsschlag des Schwingerkameraden zumindest materiell zu lindern. Trotz regnerischer Witterung verfolgen gegen 8000 Zuschauer das Geschehen der 80 Schwinger aus allen Teilverbänden. Als Sieger geht der Berner Christian Oesch hervor, der im Schlussgang seinen Verbandskollegen Thomas Wittwer mit einem mutigen Schlungg überlistet. Aus dem Erlös von 160 000 Franken geht ein Anteil an Toni Schillig, dem kurz nach Daniel Rytz das nahezu identische Schicksal widerfuhr.

1500 Zuschauer besuchen das „Kantonale“ im Fricktal. In Obermumpf fehlt Marcel Villiger im Schlussgang gegen Marcel Dietiker die Maximalnote. Dadurch zieht Markus Birchmeier mit einem Plattwurf gleich. Der kantonale. Jungschwingertag vom 7. September in Hägglingen ist mit 216 Teilnehmern ein Grosserfolg. Der örtliche Turnverein und der Schwingklub Freiamt zeigen sich der Herausforderung bestens gewachsen.
Im Juli verstirbt das älteste Ehrenmitglied, der Badener Alfred Albrecht, im Alter von 93 Jahren.

1996
Die eidgenössische Tagung vom 2./3. März in Mels wählt Hans Pauli zum Präsidenten des Abgeordnetenbüros. Gemeinsam führen der örtliche Turnverein und der Schwingklub Freiamt das Kantonalschwingfest in Beinwil durch. Dank des „gestellten“ Schlussganges zwischen dem vergeblich angreifenden Matthäus Huber und Rolf Klarer stösst Magnus Döbeli zu Klarer auf den ersten Punktrang vor.
Das Nordwestschweizerische Schwingfest zum 100-Jahr-Jubiläum des Teilverbandes findet in Pratteln statt. Im Schlussgang stehen sich erneut Klarer und Huber gegenüber. Den offenen Kampf entscheidet „Mättu“ kurz vor Ablauf der 15 Minuten durch Abfangen eines Brienzerangriffes von Klarer.
Am Kilchberg-Schwingfest vertreten Markus Birchmeier (Döttingen), René Mannhart (Dottikon), Marcel Villiger (Muri) und Matthäus Huber (Eppenberg) den Aargauer Verband. Keinem gelingt eine Spitzenklassierung. Der Schwingklub Lenzburg feiert am 9. November sein 75-jähriges Bestehen in der Stadthalle Lenzburg. Zwei Monate vorher findet in der Reithalle ein Jubiläumsschwinget statt.

1995
Die Abgeordnetenversammlung vom 11./12. März in Basel ernennt Robert Greub (Zeihen) zum Eidgenössischen Ehrenmitglied. Am 9. Mai verstirbt das kantonale Ehrenmitglied Max Läuchli (Mönthal).
An der Veteranentagung vom 26. März übernimmt der Unterkulmer Jakob Leutwyler die Führung. Sein Vorgänger Edi Kuhn (Dottikon) hat dem Vorstand 25 Jahre angehört, die letzten 15 als Präsident.
Starker, anhaltender Regenfall prägt das Kantonalschwingfest vom 14. Mai in Oberehrendingen. Die Organisatoren setzen aber alles daran, das Fest reibungslos über die Bühne zu bringen. Im Schlussgang wuchtet der Dottiker René Mannhart den Zeininger Daniel Graf schon nach drei Minuten platt auf den Rücken.
Das „Nordwestschweizerische“ findet am 2. Juli bei herrlichem Wetter in Vordemwald seine Durchführung. Als Sieger geht Jörg Schneider hervor. Marcel Villiger hält ihm in der Endausmarchung nur zwei Minuten stand.
Höhepunkt des Schwingerjahres ist das „Eidgenössische“ in Chur zusammen mit den Feierlichzeiten zum 100-jährigen Bestehen des eidgenössischen Verbandes. Im umstrittenen und später heiss diskutierten Schlussgang besiegt der Appenzeller Thomas Sutter den unglücklich agierenden Innerschweizer Eugen Hasler. Das begehrte Eichenlaub erkämpfen sich von der 18-köpfigen Aargauer Delegation Marcel Villiger (Muri), Matthäus Huber (Eppenberg) und überraschend Peter Schär (Aarburg), der seine letzten drei Gänge allesamt platt gewinnt, zuletzt gegen den Südwestschweizer André Riedo. Villiger krönt in Chur sein sportlich bestes Jahr nach Kranzfestsiegen am „Basellandschaftlichen“ und am „Solothurnischen“.
Am kantonalen Jungschwingertag in Suhr, organisiert vom Schwingklub Aarau, beteiligen sich bei schönstem Wetter 151 Buben in fünf Alterskategorien.

1994
Der Aargauische Kantonalschwingerverband gibt den drei Ehrenmitgliedern Paul Rufer (Spreitenbach), Paul Schär (Strengelbach) und Konstantin Schönbächler (Jonen) das letzte Geleit. Letzterer war auch in der Volksmusik und als Gastwirt eine Persönlichkeit. Im „Löwen“ in Jonen griff „Stanti“ auch in Gesellschaft von Schwingerkollegen oft zur Handorgel und sorgte für Stimmung.
Vor dem Kantonalschwingfest in Aarau richtet ein Sturm am Samstagabend grösseren Schaden an. Dank dem Einsatz des Organisationskomitees und vieler Helfer beginnt der Wettkampf am Sonntagmorgen trotzdem rechtzeitig. Der Tagessieg geht an den für Lenzburg schwingenden Hitzkircher Urs Sattler, der im letzten Gang des Tages die hartnäckige Verteidigung von Beat Alpiger (Baden) in der 12. Minute mit seinem Spezialschwung durchbricht.
Am 24. Juli organisiert der Schwingklub Freiamt zusammen mit dem TV Aristau das NWS-Schwingfest in Aristau. 4000 Zuschauer sorgen für eine stimmungsvolle Kulisse rund ums Sägemehl. Die Nordwestschweizer halten den starken Gästen nicht stand. Trotz eines faden „gestellten“ Schlussganges gewinnt Schwingerkönig Silvio Rüfenacht das Fest vor seinem Berner Kollegen Christian von Weissenfluh.

1993
Die NWS-Delegiertenversammlung in Mümliswil wählt Hans Pauli als neuen Nordwestschweizer Präsidenten sowie Christian Mathys (Hausen bei Brugg) als Technischen Leiter.
Am 25. April nehmen die Aargauer Schwinger von Ehrenmitglied Hans Wohler (Anglikon) Abschied. Der Freiämter war ein sehr erfolgreicher Schwinger und Nationalturner.
Erstmals in der Aargauer Schwingergeschichte leitet eine Frau das Organisationskomitee eines Kantonalschwingfestes. Dilli Schaub, Vizestadtammann von Zofingen, erfüllt die Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit. Josef Bergmann, der auf die neue Saison hin in den Innerschweizer Verband gewechselt hat, gewinnt das Fest überlegen. Im Schlussgang bettet der Ex-Oberwynentaler den Zofinger Leader Roger Schenk bereits im ersten Zug auf die gültige Seite.
Für das Unspunnenschwingfest vom 4. September qualifizieren sich zehn Aargauer. Als bester reiht sich Matthäus Huber mit 56,50 Punkten auf dem sechsten Punktrang ein. 168 Jungschwingern starten an ihrem „Kantonalen“ in Schafisheim, organisiert vom Schwingklub Lenzburg.

1992
Der Verband erlebt mitgliedermässig einen Abwärtstrend wie noch nie. Gegenüber dem Vorjahr stellt sich ein Rückgang um 30 auf nur noch 167 Aktivschwinger ein. Acht Jahre zuvor warens noch 257 gewesen. An der Jahrestagung in Zofingen ruft der neue Präsident Daniel Dreier alle auf, Werbung für den Schwingsport zu betreiben: „Was nützt dem Verband das viele Geld ohne genügend Aktive?“ Im geselligen Teil der Versammlung trägt das in Schwingerkreisen bekannte Zofinger Original Werner Burn bodenständige Gedichte vor. Es ist dies sein letzter Auftritt vor dem Tod ein halbes Jahr später.
Zuvor versterben die zwei Ehrenmitglieder Hermann Renold (Zurzach) und Otto Jehle (Obersiggenthal), die sich zeitlebens für den Schwingsport eingesetzt hatten. Das Kantonalschwingfest übernimmt der Schwingklub Lenzburg in eigener Regie. Er sorgt für eine hervorragende Organisation. Bei herrlichem Festwetter schwingt der Kulmer Sepp Bergmann obenaus. In der Endausmarchung besiegt er den leicht favorisierten Basler Routinier Jörg Schneider mit der Kombination Kurz/Kreuzgriff.
Einen weiteren Grossanlass bereitet der Schwingklub Aarau vor. Das „Nordwestschweizerische“ findet am 27. Juni im Aarauer Schachen statt. Wie immer im Jahr mit einem „Eidgenössischen“ fehlen die Gästeschwinger aus den anderen Teilverbänden. Die Beteiligung bleibt mit 134 Schwingern unter den Vorjahren. Clemens Jehle besiegt in einem animiert verlaufenen Schlussgang vor 2000 Zuschauern Lokalmatador „Mättu“ Huber.
Als Höhepunkt des Schwingerjahres steigt am 15./16. August in Olten bei herrlichem Festwetter das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest. 46 000 Zuschauer verfolgen die Zweikämpfe im Sägemehl, daran beteiligt auch 18 Aargauer. Am Sonntagabend lassen sich Urs Sattler (Hitzkirch), Matthäus Huber (Eppenberg) und Josef Bergmann (Burg) mit Eidgenössischem Eichenlaub krönen. Zum Schlussgang reichen sich Silvio Rüfenacht und Jörg Schneider die Hand. Der Berner entscheidet das Finale gegen den Nordwestschweizer schon in der dritten Minute mit einem unwiderstehlichen Kurzzug für sich.
Den kantonalen Jungschwingertag organisieren die Zurzacher im schmucken Bauerndorf Mandach. 124 Burschen nehmen den Wettkampf in Angriff.
Die traditionelle Vorstandsreise führt nach Hallau. Auf dem Heimweg besucht die Gruppe Schwingerkönig Noldi Ehrensberger im Restaurant Waldegg in Winterthur. An der Nordwestschweizer Delegiertenversammlung in Suhr findet Walter Oeschger Aufnahme in die Garde der Ehrenmitglieder.

1991
Das Jahr steht für die Schweiz im Zeichen des 700-jährigen Bestehens. Viele Feierlichkeiten geben dem Land Gelegenheit, über Herkunft, Entwicklung, Kultur und gesellschaftliches Leben nachzudenken und sich daran zu freuen.
Die Aargauer Veteranen feiern am 10. März ihr 50-Jahr-Jubiläum in der „Krone“ in Wittnau. Präsident Edy Kuhn heisst 72 Veteranen willkommen. Am „Nordwestschweizerischen“ in Reinach BL stehen sich die zwei Aargauer Eidgenossen Josef Bergmann und Matthäus Huber im Schlussgang gegenüber. Schon nach einer Minute gelingt Huber ein Plattwurf.
Bei herrlichem Wetter findet das Aargauer Kantonalschwingfest in Schneisingen statt. 1500 Zuschauer verfolgen das Geschehen in den Sägemehlringen. Im Schlussgang setzt sich der favorisierte „Eidgenosse“ Rolf Klarer gegen den Freiämter Überraschungsmann Daniel Siegrist klar durch.
Das Jubiläumsschwingfest zum 700-jährigen Bestehen der Eidgenossenschaft bildet den Höhepunkt der Schwingersaison. 16 000 Zuschauer verfolgen in der Arena in Flüelen das Kräftemessen der 120 besten Schwinger des Landes. Der ereignisarme Schlussgang zwischen Hans Hämmerli und Gabriel Yerli endete „gestellt“. Dadurch gelangen die Nordwestschweizer in den Mittelpunkt. Matthäus Huber und Rolf Klarer rücken zu Hämmerli auf den 1. Rang vor: Für „Mättu“ ists ein grossartiger Triumph. Er hat an diesem Tag seine geballte Kampfkraft demonstriert. Die vielen mitgereisten Schwingerfreunden bejubelen im sechsten Gang Hubers Exploit gegen den favorisierten Eugen Hasler.
An der Delegiertenversammlung im Dezember in Lenzburg gibt Walter Oeschger sein Amt als Präsident nach sechs Jahren an Daniel Dreier (Holziken) weiter.

1990
Am 3. Mai verstirbt das Eidgenössische Ehrenmitglied Max Berner (Unterkulm) im Alter von 88 Jahren. Das Gründungsmitglied aus dem Schwingklub Lenzburg hatte den Aargauer Verband während 14 Jahren präsidiert. Dem Nordwestschweizer Vorstand gehörte er während 15 Jahren als Vizepräsident an. An der Nordwestschweizer Delegiertenversammlung gibts eine Oftringer Rochade auf dem Posten des Technischen Leiters. Hans Pauli ersetzt Martin Dossenbach.
Der Kantonalschwinget am 10. Juni in Menziken fällt sozusagen ins Wasser: Es regnet den ganzen Tag. Ein Novum ist das unentschuldigte Nichtantreten von 14 Schwingern. Am Abend erlaubt die Rangliste die Abgabe von nur 19 Kränzen (11,5 Prozent der Angetretenen). Als Sieger trotzt Werner Pulfer dem nasskalten Wetter am besten. Im Schlussgang besiegt der untersetzte Badener zur Freude der Zuschauer den grossgewachsenen Basler Gregor Jehle platt.
Beim „Nordwestschweizerischen“ in Baden-Dättwil, mustergültig organisiert vom Stadtturnverein Baden in Zusammenarbeit mit dem Schwingklub Baden-Brugg, spielt das Wetter auch nicht mit. Durch die Teilnahme von Schwingerkönig Adrian Käser erhoffen sich die Organisatoren einen Grossaufmarsch. Dieser bleibt jedoch aus, was sich finanziell negativ auswirkt. Werner Pulfer gelingt im zweiten Gang die Sensation. Er schlägt den Berner Schwingerkönig mit seinem „Hüfter Spezial“. Der Tagessieg geht schliesslich an den Stüsslinger Felix Wittmer, der im Schlussgang Gregor Jehle nach 30 Sekunden bodigt.
Die Jodlerbeteiligung am kantonalen Jungschwingertag in Möhlin sorgt für eine einzigartige Stimmung. Der Nachwuchs zeigt vor vielen begeisterten Zuschauern sein Können.

1989
Am Aargauer „Kantonalen“ in Frick triumphiert Paul Vollenweider mit sechs Siegen. Im lebhaften Schlussgang hat Josef Bergmann auf einen Übersprung in der elften Minute das Nachsehen. Für die Festorganisation ist der Turn- und Sportverein Frick verantwortlich.
Anhaltender Regen prägt das Nordwestschweizer Schwingfest in Schafisheim. Erstmals erobert Matthäus Huber (Eppenberg) den Tagessieg im eigenen Teilverband. Kurz vor Ablauf der Zeit bezwingt er im Schlussgang den zähen Werner Pulfer mit einem Bodenhüfter.
Der Schwingklub Freiamt organisiert den kantonalen Jungschwingertag im Schoren Mühlau. 400 Zuschauer verfolgen die spannenden Zweikämpfe der 126 Schwinger und spenden reichlich Applaus.
Für Begeisterung sorgt das „Eidgenössische“ in Stans, das während zweier Tage je 42 000 Zuschauer in der sechseckigen Arena verfolgen. Der 18-jährige Berner Adrian Käser (Alchenstorf) lässt sich als bisher jüngster Schwingerkönig feiern. Aus Aargauer Sicht treten erfreulicherweise Paul Vollenweider (Mühlau) und Sepp Bergmann (Burg) als neue Eidgenössische Kranzschwinger vor die Ehrendamen. Der Kulmer belegt dank seines abschliessenden Sieges über Clemens Jehle gar den 5. Punktrang.
An der Delegiertenversammlung appelliert Präsident Walter Oeschger an alle Verantwortlichen, junge Burschen für den Schwingsport zu begeistern: „Die Aktiven sind das Fundament für die Zukunft.“ Der Aargauer Verband zählt in diesem Jahr noch 185 Aktive und 77 Jungschwinger.

1988
Erstmals sinkt die Aktivzahl der Schwinger unter 200. An der Delegiertenversammlung in Jonen ruft Präsident Walter Oeschger die Verantwortlichen der Klubs auf, aktiv dafür zu sorgen, dass die Mitgliederzahl wieder angehoben werden könne.
3500 Zuschauer besuchen das „Kantonale“ in Jonen. Nebst idealem Festwetter liegt der Grund für den Grossaufmarsch bei den prominenten Gästen vom Schwingklub Cham-Ennetsee, darunter Schwingerkönig Harry Knüsel, Leo Betschart und Josef Burch. In die Organisation teilen sich der Turnverein Jonen und der Schwingklub Freiamt. Nach dem „gestellten“ Schlussgang zwischen Harry Knüsel und Stefan Schlachter ohne grosse Höhepunkte profitiert Leo Betschart (Sins). Knüsel ärgert sich über einen Rechnungsfehler seiner Betreuer.
Den kantonalen Jungschwingertag organisiert der Schwingklub Baden-Brugg in Baden-Dättwil. Beim Restaurant Täfern treten 116 Buben zum Hosenlupf an.
Im September begleiten die Aargauer Schwinger ihr Ehrenmitglied Wilfried Richner auf seinem letzten Gang. Der Rupperswiler Pfeifenraucher war auf jedem Schwingplatz ein gern gesehener Gast und willkommener Gesprächspartner.
Beim zweiten Aargauer Bänzeschwinget in der Brugger Schwinghalle nimmt jeder der 48 Jungschwinger einen Grittibänzen in Empfang. Wiederum zeichnete der Zofinger Schwingerfreund Peter Rüegger für die fachmännische Herstellung verantwortlich.

1987
Am 10. Mai stirbt in Buchs SG Alfred Hagmann, Ehrenmitglied des Eidgenössischen Schwingerverbandes. Er war Mitgründer des Schwingklubs Zurzach gewesen und hatte sich auch in den Dienst des Schwingklubs Baden-Brugg sowie des Aargauer und des Nordwestschweizer Verbandes gestellt.
Der Wettergott zeigt kein Erbarmen mit dem Schwingklub Baden-Brugg. Nach dem verregneten ersten Datum muss das Kantonalschwingfest am Verschiebedatum aufgrund des schlechten Wetters vom Bözberg in die Reithalle Brugg verlegt werden. Damit kommts nach 80 Jahren zu einem weiteren Aargauer Hallenschwinget. Weil sich im Schlussgang Paul Vollenweider und Martin Graber resultatlos trennen, erben René Deppeler (Tegerfelden) und Samuel Bäni (Uerkheim) den Tagessieg.
Der kantonale Jungschwingertag findet im Aarauer Roggenhusen inmitten des Tierparks statt, organisiert vom Schwingklub Aarau. Vor zahlreichem Publikum gehört unter anderen Marcel Villiger zu den Kategoriensiegern. Das Unspunnenschwingfest am 6. September beendet das Schwingerjahr der Aktiven. Dem Badener Werner Pulfer gelingt mit vier Siegen, einem „Gestellten“ und einer Niederlage eine Spitzenklassierung.
Der erste Aargauer Bänzeschwinget für Jungschwinger geniesst in der Brugger Schwinghalle Gastrecht. Der Wettkampf entsteht zur Auflockerung während des langen Wintertrainings und entwickelt sich in den folgenden Jahren zur Tradition. Die Initiative hat der Baden-Brugger Jungschwingerobmann Fredy Liebi ergriffen. Bei der Premiere beteiligen sich 42 Buben aus 7 Klubs. In der obersten der drei Alterskategorien gewinnt Markus Hasler vor seinem Fricktaler Vereinskameraden Daniel Graf.

1986
Der schwingerische Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem „Eidgenössischen“ in Sion. Sieben Aargauer Aktive erreichen den Kranzausstich. Stefan Schlachter (Möhlin) erobert seinen zweiten, Matthäus Huber (Eppenberg) seinen ersten eidgenössischen Kranz. Der in der Oberfreiämter Gemeinde Abtwil wohnhafte Harry Knüsel bettet den haushohen Favoriten Ernst Schläpfer (Herisau) auf den Rücken und holt den Königstitel erstmals in die Innerschweiz. Der neue Schwingerkönig löst eine grosse Euphorie im Schwingervolk aus.
Durch den Tod des Aarauer Stadtammanns Dr. Willi Urech, unter anderem OK-Präsident des „Eidgenössischen“ 1964 im Schachen, von Walter Haller (Brugg) und von Fridolin Mathis (Frick) verliert der Aargauer Schwingerverband drei grosse Förderer.
Am verregneten „Kantonalen“ in Erlinsbach setzt sich wie vor zwei Jahren in Safenwil Martin Schenk (Zurzach) durch. Er kontert im Schlussgang einen Kurzangriff von Stefan Schlachter mit einem Kniestich und gewinnt platt.
Der kantonale Jungschwingertag beim Schloss Wildegg am 9. August steht unter der Regie des Schwingklubs Lenzburg. Alle 83 Jungschwinger nehmen ein Präsent mit nach Hause.
Am Nordwestschweizer Schwingfest in Grenchen erbt Werner Pulfer (Baden) als lachender Dritter den Tagessieg, nachdem sich Paul Vollenweider (Mühlau) und Ueli Emch (Kammersrohr) unentschieden getrennt haben.

1985
Das Verbandsjahr steht im Zeichen des Präsidentenwechsels. Kurt Eggimann (Birrhard) gibt das Präsidium nach sechs Jahren in die Hände von Walter Oeschger (Wegenstetten).
Das „Kantonale“ in Niederlenz organisieren der Schwingklub Lenzburg und das Jodelchörli Niederlenz. An diesem 16. Juni setzt sich Ueli Emch (Kammersrohr) an die Spitze. Er meistert im Schlussgang in der zweiten Minute den Berner Hansueli Niederhauser, welcher sich trotz dieser Niederlage im Rang 1b klassieren konnte.

Am 30. Juni zeichnen der Fussballklub und der Schwingklub Zurzach für die Organisation des Nordwestschweizer Schwingfestes verantwortlich. Ein grosser Zuschaueraufmarsch belohnt die Anstrengungen. Werner Amstutz (Tschingel) sorgt für einen Gästesieg.
An der von Christian Zürcher organisierten dreiwöchigen Schwingerreise nach Südafrika beteiligen sich zahlreiche Ehemalige und fünf Jungschwinger. Zu Letzteren gehören die späteren Kranzer Daniel Siegrist (Fahrwangen), Martin Graber (Schafisheim) und Ernst Leu (Brittnau). Diese erobern an den sechs Schwingfesten auf dem fernen Kontinent Spitzenplätze in Serie.

Der Schwinglub Zofingen begrüsst die Jungschwinger am 8. September in Brittnau zu ihrem kantonalen Ehrentag. Die Schwingerfreunde Brittnau unterstützen den von zahlreichen Zuschauern besuchten Anlass organisatorisch. Der Schwingklub Zofingen heimst drei Kategoriensiege ein.

1984
An der Eidgenössischen Delegiertenversammlung tritt Hans Bäni (Aarau) nach erfolgreichem Wirken als Obmann des Eidgenössischen Verbandes zurück. Das Mitglied des Schwingklubs Zofingen hat es verstanden, den Schwingsport besonders gegenüber den Medien zu öffnen und die Zusammenarbeit zu verstärken, ohne das Traditionelle des Sportes aufs Spiel zu setzen. Bäni geht als grosser, gradliniger Schaffer in die Schwingergeschichte ein.
Mit 257 Schwingern verzeichnet der Aargauer Kantonalschwingerverband den höchsten Aktivmitgliederbestand der jüngeren Zeit. 200 Aktive am „Kantonalen“ in Safenwil beschäftigen die Einteilung von Beginn weg gehörig. In einem interessanten Schlussgang setzt sich Martin Schenk (Zurzach) gegen Paul Vollenweider (Mühlau) durch.
Nach dem „Kantonalen“ im Vorjahr organisiert der Schwingklub Kreis Kulm auch den kantonalen Jungschwingertag in Unterkulm. Der Gastgeber beansprucht gleich drei Kategoriensiege für sich. Zum 25-jährigen Bestehen des Guggibadschwinget führt der Schwingklub Freiamt seinen Frühlingsanlass in grösserem Rahmen durch. Den Wettkampf mit 150 Schwingern gewinnt Leo Betschard (Sins). Er besiegt im Schlussgang Werner Winiger (Sulz LU). Weil zu viele Gästeschwinger eingeladen werden, sanktioniert der Eidgenössische Verband die Freiämter in der Folge mit einer einjährigen Gästesperre.
Beim Kilchbergschwinget schneidet der Suhrer René Zehnder aus Aargauer Sicht noch am besten ab. Er beendet dem Wettkampf auf Rang 10b.

1983
Höhepunkt in diesem Schwingerjahr ist das „Eidgenössische“ in Langenthal. Stefan Schlachter rettet mit seinem Kranzgewinn die Ehre der Aargauer Schwinger. Mit einem Sieg gegen den Berner Sennenschwinger Ueli Niederhauser im achten Gang verdient er sich sein erstes eidgenössisches Eichenlaub, nachdem er vor dem Fest noch um die Selektion zittern musste.
Das Aargauer Kantonalschwingfest geht am 5. Juni in Unterkulm übers Sägemehl. Den schwachen Zuschaueraufmarsch schreiben der Turnverein Unterkulm und der Schwingklub Kreis Kulm als Organisatoren dem idealen Heuwetter zu. Den Sieg heimst der Erlinsbacher Dävu Anderegg ein. Er besiegt in einem lebhaften Schlussgang Bruno Müller (Mühlethal).
Der kantonale Jungschwingertag am 26. Juni in Tegerfelden leidet unter der Datenkollisioin mit den Regionalturnfesten in Brugg und Lenzburg. 99 Teilnehmer bedeuteten einen Minusrekord.
Am 10. Juli steigt in Rupperswil das „Nordwestschweizerische“, organisiert vom örtlichen Turnverein und dem Schwingklub Lenzburg. Wie drei Jahre zuvor in Rheinfelden gewinnt Jörg Schneider (Reinach BL).
Am 14. April verstirbt Ehrenmitglied Gottlieb Rey (Egliswil), geboren 1904. Er präsidierte den Aargauer Verband von 1941 bis 1943. Ausserdem heisst es auch von Albert Gautschi (Reinach/Jahrgang 1904) und Hans Dössegger (Hunzenschwil/1907) Abschied nehmen.
Der Schwingklub Zurzach begeht sein 50-Jahr-Jubiläum mit einer Feier im November in Döttingen. Auf diesen Zeitpunkt erscheint auch eine Festschrift.

1982
Am 19. März erlischt das Leben von Ehrenmitglied Gottfried Hoffmann (Oberkulm), der dem Vorstand 16 Jahre angehörte, 14 davon als Kassier.
Der Aargauer Schwingerverband wächst um 22 auf 246 Aktivschwinger. Das Kantonalschwingfest findet am 6. Juni in Zurzach statt. Vom südafrikanischen Verband nehmen wiederum sechs Schwinger teil. Um den Sieg kämpfen andere. Im Schlussgang unterliegt Titelverteidiger Max Bieri (Untersiggenthal) nach harter Ausmarchung dem Baselbieter Routinier Ambros Zurfluh.
115 Jungschwinger kämpfen am 1. August in Herznach um die Auszeichnungen. Der organisierende Schwingklub Fricktal lässt sich nicht lumpen und beschenkt beim Rangverlesen jeden Teilnehmer mit einer kleinen Treichel.

1981
Die Jubiläumsfeier „75 Jahre Aargauisch Kantonaler Schwingerverband“ am 31. Oktober 1981 im Hotel Kettenbrücke in Aarau bildet den krönenden Abschluss des Jubeljahres. Den Verband präsidiert Kantonalpräsident Kurt Eggimann (Birrhard). Die Jubiläumskommission unter der Leitung von Walter Gyger (Oberentfelden) hat in Zusammenarbeit mit dem Schwingklub Aarau ein unterhaltsames Programm zusammengestellt. Durch den Abend führt Fridolin Steinmann in gekonnter Manier. Gyger hält die gehaltvolle Jubiläumsansprache. Er stellt in prägnanten Worten den Verband vor und dankt den Förderern der letzten 25 Jahre.
Grossratspräsident Walter Leuthard (Merenschwand) und Regierungsrat Kurt Lareida (Aarau) sprechen in sympathischen Worten zu den zahlreichen Gästen aus Sport und Politik. Als Höhepunkt präsentiert die Kommission ihre 136-seitige Jubiläumsschrift „75 Jahre Aargauisch Kantonaler Schwingerverband“ und gibt jedem Anwesenden eine Schrift ab.
Die Kommissionsmitglieder Walter Gyger, Otto Jehle und Fridolin Steinmann erhalten zum Dank und als Anerkennung ein Erinnerungspräsent für ihren unermüdlichen Einsatz.

Den kantonalen Jungschwingertag organisiert der Schwingklub Freiamt in Aristau. Am 6. September kämpfen in der Freiämter Gemeinde 135 junge Sägemehlathleten um die Kategoriensiege.
Mit den Vorstandskollegen des Aargauer Nationalturnverbandes pflegt der Aargauer Verband über Jahre hinweg eine kameradschaftliche Beziehung. Jeweils am Bettag findet ein gemeinsamer Ausflug statt. In diesem Jahr führt die Reise nach Hemberg im Toggenburg.
Aus der Reihe der Ehrenmitglieder sterben Hans Frey (Holderbank) und Alfons Fasel (Gipf-Oberfrick), Beide wirkten zehn Jahre im Kantonalvorstand, Frey präsidierte den Aargauer Verband während fünf und den Nordwestschweizer Teilverband während vier Jahren.

1981
Grosszügig spendeten die Aargauer Veteranen an ihrer Tagung 3000 Franken für die anzuschaffende Verbandsfahne. Dem TV Sulz fiel die Ehre zu, ein würdiges Jubiläumsschwingfest zu organisieren. Zum Wettkampf hatten sich 220 Schwinger angemeldet, darunter 68 Gäste aus den benachbarten Verbänden, Zürich, Baselstadt, Baselland und Solothurn sowie sechs Gäste aus Südafrika. Absoluter Höhepunkt war der Festakt mit der Enthüllung der neuen Fahne. Unter kräftigem Applaus der Zuschauer übergaben zwei Mitglieder der Jubiläumskommissions, Walter Gyger und Otto Jehle, das längst fällige Banner dem Präsidenten Kurt Eggimann. Das Schwingfest gewann Max Bieri, der im Schlussgang David Anderegg bezwang.

1980
Unter starken Regenfällen im Mai und Juni litten der Jungschwingertag in Würenlos, der in eine Halle verlegt werden musste, und das Kantonalfest in Muri. Im Freiamt erfolgte als Novum ein Abbruch nach vier Gängen. Eine Woche später erschienen nochmals alle Schwinger, und das Fest fand einen geregelten Abschluss. Die kantonale Delegiertenversammlung stimmte dem vom Vorstand und der Jubiläumskommission beantragten Anschaffung einer Verbandsfahne zu. Trotz der Ablehnung zwei Jahre zuvor fand diesmal die Jubiläumsfeier 1981 Zustimmung. Die nötigen finanziellen Mittel seien für Fahne und Jubiläumsfeier durch eine Sammlung aufzubringen. Erste Schritte Richtung Frauenschwingen führten dazu, dass im Schwingklub Kreis Kulm Frauen mit Männern trainierten. Der Kantonalvorstand gebot darauf „solchem Tun“ Einhalt.

1979
Die Eidgenössische Abgeordnetenversammlung wählte Hans Bäni zum Nachfolger von Obmann Ernst Marti. Er war nach Emil Bachmann   auch er ein Zofinger   der zweite Aargauer in diesem höchsten Amt. Im Aargau rügte der Technische Leiter die unentschuldigte Abwesenheit von 21 angemeldeten Aktiven am Kantonalfest in Fislisbach sowie das Fernbleiben der Jungschwinger aus dem Klub Baden-Brugg am Jungschwingertag.

1978
Am „Kantonalen“ in Suhr bezahlten nur 826 Zuschauer Eintritt. Für die Schwinger stand ein Gabentempel mit einem Rekordwert von mindestens 35 000 Franken bereit. Der Schwingklub Kreis Kulm feierte sein 50-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsschwingfest, das Karl Meli gewann. Zur Jubiläumsfeier trafen sich die 200 geladenen Gästen in der Turnhalle in Unterkulm. Die Delegiertenversammlung des Kantonalverbandes bewilligte 10 000 Franken für eine Jubiläumsschrift. Hingegen stiess eine Kreditvorlage für die Jubiläumsfeier auf knappe Ablehnung.

1977
Als 14. Aargauer nahm Max Widmer von der Eidgenössischen Abgeordnetenversammlung die Ehrenmitgliedschaft entgegen. Bereits lief die Planung für das Aargauer 75-Jahr-Jubiläum 1981 an.

1976
Der Aargauer Verband schloss sich den Bemühungen um ein Sportzentrum Biberstein nicht an. Die kantonale Delegiertenversammlung stellte die Genehmigung der Jahresrechnung wegen eines Formfehlers zurück.

1975
Im März empfing Baden die Schwinger zur Eidgenössischen Abgeordnetenversammlung unter der Leitung von Hans Bäni. Ein Berichterstatter vom Badener Tagblatt schrieb abschätzig über die Schwingerzeitung. Darüber ärgerte sich der Zentralvorstand.
Die zu kleine Fleischportion beim Mittagsmahlzeit am Kantonalschwingfest in Leuggern veranlasste den Vorstand zum Handeln. Ins Pflichtenheft für die Festübernahme kam der Passus, dass die Fleischmenge fürs Mittagsessen künftig 180 Gramm betragen muss. In Leuggern half jedoch ein prächtiger Gabentempel und ein Anteil von 4000 Franken aus den Eintrittsgeldern über die magere Kost hinweg.

1974
Die Zahl der Jungschwinger erhöhte sich um 55, jene der Aktiven ging um 26 zurück. Mühe bekundete der Kantonalfestort Teufenthal bei der Zusammensetzung des Organisationskomitees. Doch der Anlass unter der Leitung von Jakob Müller verlief einwandfrei und brachte Arnold Hiltbrunner als Sieger hervor.

1973
Am Kantonalschwingfest in Magden wirkten sämtliche Gemeinderäte im Organisationskomitee mit. Das Fest war ein grosser Erfolg. Entsprechend fiel der finanzielle Gewinn aus. Wenige Tage danach stand ganz Magden und eine grosse Schar Schwinger am Grabe von Albert Schlienger, der ebenfalls dem OK sowie seit 1967 dem Kantonalvorstand angehört hatte. Zirka 500 Veteranen kamen nach Baden zur Eidgenössischen Veteranentagung.

1972
Die fast 50-jährige Tratition, die Delegiertenversammlung im „Cafe Bank“ in Aarau durchzuführen, ging zu Ende. Die vom Vorstand vorgeschlagene Variante, die Versammlung dort abzuhalten, wo im folgenden Jahr das Kantonalschwingfest stattfindet, stiess auf Anklang. Die Konsultativabstimmung über die Anschaffung einer Verbandsfahne ergab eine Ja-Mehrheit von 63:14. Trotzdem versandeten die Anstrengungen darauf. Am Kantonalschwingfest in Villmergen verursachte die zu hohe Kranzabgabe eine Busse von 100 Franken.

1971
Hans Bäni (Uerkheim) wurde zum Präsidenten der jährlichen eidgenössischen Abgeordnetenversammlung gewählt. Diese Funktion übernahm erstmals ein Aargauer. Während die Fricktaler ihren 50. Geburtstag gebührend feierten, liessen die Lenzburger diesen Tag in aller Stille vorbeigehen. Die arg aus dem Kurs geratene Veteranenvereinigung erhielt Unterstützung durch Walter Haller als Obmann und Fridolin Steinmann als Schryber.

1970
Vom Eidgenössischen Jubiläumsschwingfest in Baden hielt die Presse nicht nur positive Eindrücke fest. Heftige Kritik erntete das Kampfgericht, weil die Schlussgangspaarung Marcel Buser – Karl Meli nicht mit rechten Dingen zustande kam. Der Winterthurer Tagessieger erhielt nachträglich eine Note aufgebessert.

1969
Die Tagung des Eidgenössischen Schwingerverbandes in Biel zog bei der Wahl eines Mitgliedes ins Abgeordnetenbüro den Berner Ernst Marti dem Aargauer Max Widmer vor. Die gleiche Versammlung wählte Baden als Festort für das Jubiläumsschwingfest 1970 zum 75-jährigen Bestehen des Dachverbandes. Für die Übernahme hatten sich auch Appenzell, St. Gallen, Bülach, Dübendorf, Sarnen und Unspunnen interessiert. Als zweiter Aargauer Verein beging der Schwingklub Zofingen sein 50-jähriges Bestehen.

1968
Erstmals fand die Delegiertenversammlung an einem Samstag statt. Für eine längere Festvorbereitung vergab die Tagung gleich zwei Kantonalfeste: 1969 nach Gränichen und 1970 nach Safenwil.

1967
Hans Bäni trat als Aargauer Präsident zurück, übernahm die Leitung des Nordwestschweizerischen Verbandes und zog von Amtes wegen in den Edigenössischen Vorstand. Als neuer Aargauer Verbandspräsident setzte sich in einer Kampfwahl Walter Gyger gegen Fridolin Steinmann durch. Der Schwingklub Baden-Brugg feierte im Kursaal Baden sein 50-jähriges Bestehen.

1966
Der Verband unterzog seine 30 Jahre alten Statuten einer Revision. Wichtigste Neuerung war die Erhöhung der Anzahl Vorstandsmitglieder von sieben auf neun. Im Jahresbericht rügte Hans Bäni die Unsitte, dass zu Klubschwinget, namentlich beim Bözbergschwinget, immer mehr auswärtige Spitzenschwinger eingeladen werden.

1965
Eine Sammlung unter den Schwingern für die Familie Nussbaum ergab 1400 Franken. Kaum hatte sich Max Widmer von den Schwingplätzen verabschiedet, liess er sich in den Vorstand des Kantonal- und Nordwestschweizer Verbandes wählen.

1964
Im Mittelpunkt stand das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Aarau, das als bisher grösstes in die eidgenössische Verbandsgeschichte einging. Nach sieben Kranzerfolgen in diesem Jahr schloss Max Widmer seine Karriere mit eidgenössischen Eichenlaub würdig ab. Im Alter von 86 Jahren starb das Gründungsmitglied Julius Berner. In Möhlin läuteten die Kirchenglocken zum Tod des erst 35-jährigen Paul Nussbaum. Er war seit 1957 Technisches Leiter im Aargauer Verband.

1963
Als Bewerber für das Eidgenössische Schwingfest 1964 traten Aarau und Baden an der Abgeordnetenversammlung in Siebnen auf. Stadtammann Willy Urech überzeugte die Delegierten zur Wahl der Kantonshauptstadt. Dem Zürcher Guido Zurkirchen gelang der zweite Sieg eines Gastes am Aargauer Kantonalschwingfest.

1962
Am verregneten Kantonalfest in Küttigen feierte Max Widmer seinen sechsten Sieg in Serie. An der Schlusssitzung des Kampfgerichtes kam es zu Meinungsverschiedenheiten, weil einige Kampfrichter mehr Kränze als erlaubt abgeben wollten.

1961
In Anerkennung seines langjährigen Wirkens im Dienste der Schwingerei erhielt Max Berner als zweiter Aargauer die eidgenössische Ehrenmitgliedschaft verliehen. Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug sah sich Schwingerkönig Max Widmer aufgrund einer Verletzung zur Aufgabe gezwungen.

1960
Zum vierten Mal in Folge gewann Max Widmer das Aargauer „Kantonale“. In Fahrwangen beeinträchtigte allerdings ein trüber Regensonntag die Festfreude. Der Oftringer siegte auch an den Eidgenössischen Ringertagen in Bern in der Schwergewichtsklasse.

1959
Nach 15-jähriger Präsidialzeit trat Max Berner an der Spitze des Aargauer Verbandes ab. Mit der Ernennung von Hans Bäni zum Nachfolger trafen die Delegierten eine sehr gute Wahl, wie die Zukunft zeigte. Der befreundete Aargauische Nationalturnverband feierte in Küngoldingen sein 25-jähriges Bestehen.

1958
Max Widmers Schwingerkönigtitel Max Widmer am Eidgenössischen Schwingfest in Freiburg bildete den Höhepunkt in diesem Jahr. Mit acht gewonnen Gängen     erkämpfte er sich die Schwingerkrone souverän.

1957
Bei nasskaltem Wetter dominierte Max Widmer den Kantonalschwingertag in Frick. Im eher ruhigen Verbandsjahr stach die imponierende Erfolgsserie des damals 24-jährigen Oftringers hervor. Nebst dem Aargauer Kranzfestsieg schwang er an fünf weiteren Festen obenaus, darunter auch am Berner Kantonalen.

1956
An der Delegiertenversammlung vom 15. Januar im „Cafe Bank“ in Aarau, waren 100 Teilnehmer anwesend. Das Jubiläumsschwingfest fand in Muri statt. Der Verband hatte Glück mit der Durchführung. Nur wenige Tage danach brach im Klosterdorf die Maul- und Klauenseuche aus. Die aufs Festdatum fertig gestellte Erinnerungsschrift zum 50-jährigen Bestehen des Aargauer Verbandes fand guten Anklang. Die Kosten beliefen sich auf 5000 Franken, wobei der Verband aus zwei Erbschaften je 500 Franken entgegen nahm.
Im Jubiläumsjahr belief sich das Verbandsvermögen auf 5200 Franken. Das Etat wies 284 Aktive, 30 Ehren- und 590 Passivmitglieder aus.

1955
Die Mitgliederzahl und die Beteiligung an Schwingfesten erreichte nach steter Zunahme einen neuen Höhepunkt. Die junge Schwingergeneration entfaltete sich dank einem hochsthenden Kurswesen erfreulich.

1954
Ein ausgesprochenes Schlechtwetterjahr machte vielen Festveranstaltern zu schaffen. Auch das verschobene Aargauer „Kantonale“ litt darunter. Der Anlass in Unterentfelden reihte sich jedoch in Bezug auf Organisation und reichem Gabentempel würdig an frühere Austragungen.

1953
Nebst der würdigen Austragung des Kantonalschwingfestes in Oftringen (Sieger: Hans Schaffner) ging das „Nordwestschweizerische“ in Lenzburg mit den Siegern Gottfried Thommen und Peter Vogt in die Geschichte ein.

1952
Der Verband beschaffte die von Willi Kyburz entworfenen Nummernständer. Kyburz trat nach 18-jähriger Tätigkeit als Technischer Leiter zurück. Mancher Aargauer Schwinger hatte seine späteren Erfolge der Lehre Kyburz’ zu verdanken. Trotz zweimaliger Verschiebung erschienen alle 95 angemeldeten Teilnehmer zum Knabenschwinget in Fahrwangen.

1951
Werner Kaspar aus Zetzwil, der in Döttingen als Kampfrichter amtete, verunglückte auf dem Heimweg so schwer, dass er am folgenden Tag verstarb.

1950
Am Schwingfest in Zetzwil fand der farbenprächtige Umzug mit Behörden, Schwingern, Trachtengruppen und diversen Wagen mit Pferden und Viehgespann grosse Anerkennung. Der Eidgenössische Schwingerverband hielt seine Abgeordnetenversammlung im Aarauer Restaurant Kettenbrücke ab.

1949
An der Veteranentagung in Brugg einigte sich die Versammlung, dem Schwingerverband eine Fahne zu stiften. Weil jedoch eine Fahne dem Verband verschiedene Pflichten auferlegte, verfolgte der Vorstand diese Angelegenheit vorerst nicht.

1948
Endlich fand in Lenzburg der erste kantonale Knabenschwinget statt. Infolge starken Regens musste das Kampfgeschehen in die Reithalle verlegt werden. Torztdem herrschte bei den Jungen Disziplin und helle Begeisterung. Der grosse Erfolg bewog den Vorstand, den Anlass jährlich durchzuführen.

1947
Bisher konnten die Klubs zu ihren Anlässen auswärtige Schwinger einladen. Die Verbandsführung realisierte jedoch, dass darunter das Kantonalschwingfest litt. Deshalb beschloss die Delegiertenversammlung Massnahmen. Ab sofort durften nur noch zwei und ab 1948 nur noch ein Rangschwinget mit Einladung eines andern Klubs duchgeführt werden.

1946
Die Aargauer Schwingerschaft trauerte um ihr Ehrenmitglied Hans Brunner (Lenzburg). Kaum 18-jährig, half er 1906, den Verband zu gründen, war viele Jahre nach seiner erfolgreichen Aktivlaufbahn als Kursleiter, Kampfrichter und Präsident tätig.

1945
Nach dem Kriegsende intensivierte sich die schwingerische Tätigkeit auch im Aargau deutlich.

1944
Ein grosser Teil der jungen Männer befanden sich noch immer im Aktivdienst oder in den Rekrutenschulen. Trotzdem nahmen am „Kantonalen“ in Zurzach 184 Schwinger teil. Der Brittnauer Walter Gyger gewann wie schon im Vorjahr.

1943
Nachdem Knaben im Alter zwischen 14 und 17 Jahren bei der Schwingerhilfskasse versichert werden konnten, führten die Klubs Aarau, Baden und Zofingen mit den Rangschwinget auch Knabenschwinget durch.
Die Veteranen erhielten neu gegen Zahlung des Festkartenpreises eine Einladung ans Kantonalschwingfest mit dem Privileg, den Schönschwingerpreis zuzuteilen. Künftige Organisatoren des Kantonalschwingfestes haben 25 bis 30 Prozent der Zuschauereinnahmen dem Verband abzutreten. Diese Regelung fand Aufnahme ins revidierte Pflichtenheft.

1942
Auf Wunsch des Festortes Brittnau erhielten je sechs Schwinger aus den angrenzenden Klubs Oberaargau und Surental eine Einladung. Die Rangliste bestätigte, dass die Aargauer den Gästen nicht gewachsen waren. Erstmals gewann ein Gast das Kantonalfest: Willi Flückiger (Bleienbach).

1941
Die Eidgenössische Abgeordnetenversammlung in Zürich wählte Emil Bachmann (Zofingen) zum Obmann. Auf Veranlassung des Eidgenössischen Schwingerverbandes rief auch der Aargau Schwinger ab 35 Jahren zur ersten kantonalen Schwingerveteranen-Landsgemeinde zusammen.

1940
Der im grenznahen Möhlin ansässige Turnverein übernahm das Kantonalschwingfest mit etlichen Bedenken. Prompt musste aufgrund der ungewissen Lage auf der anderen Seite des Rheins das Fest auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Als Retter in der Not sprang der Turnverein Holderbank in Zusammenarbeit mit dem Schwingerverband ein. Obschon die Teilnehmer keine Gaben erhielten, war das Fest ein Erfolg.

1939
Der vom Schwingklub Baden-Brugg auf den Herbst vorbereitete kantonale Knabenschwinget fiel der Generalmobilmachung vom 1. September zum Opfer.

1938
Für die Hinterbliebenen des in Lausanne nach einem Herzschlag aus dem Leben geschiedenen Schwingers Arnold Dubach führte der Eidgenössische Verband eine Sammlung durch. Der Aargauer Verband steuerte 300 Franken bei.

1937
Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Lausanne eroberten weder Aargauer noch andere Nordwestschweizer Schwinger einen Kranz.

1936
Die am 26. Januar genehmigten Statuten beinhalteten ein neues Beschickungsrecht für die DV und eine Neuregelung des Festturnus’ innerhalb der acht Schwingklubs.

1935
Inzwischen hatten einige Schwinger, die sich auch dem Nationalturnen widmeten, einen eigenen kantonalen Verband gegründet. Darauf entschlossen sich die Schwinger, den vom Dachverband geforderten Austritt zu vollziehen und die Statuten zu ändern.

1934
Am 14. Januar beschloss eine grosse Mehrheit der Versammlung, den Austritt um ein Jahr hinauszuschieben. Vorgängig meldeten sich alte Schwinger und Mitbegründer zu Worte und votierten für einen vorläufigen Verbleib bei den Turnern.

1933
Der Aargauische Schwingerverband gehörte noch immer als Unterverband dem Kantonalturnverein an und bezog einen jährlichen Beitrag von 100 Franken. Nach den Statuten des Eidgenössischen Schwingerverbandes war diese Zugehörigkeit nicht mehr zulässig. Deshalb drängte er auf den Austritt.

1932
Senioren und Veteranen trafen sich in Meinisberg zu einem Schwinget. Der 54-jährige Mitgründer und ehemalige Spitzenschwinger Julius Berner belegte den hervorragenden 3. Rang.

1931
Ein Dreimann-Kampfgericht ersetzte das bisherige Zweierkampfgericht. Das Aargauer Jubiläumsschwingfest zum 25-jährigen Bestehen des Verbandes fand in Oberkulm statt. Am Vorabend stieg im Restaurant Rössli die Jubiläumsfeier, zu der sich nebst dem Vorstand zahlreiche Gäste, die Gründer, Schwinger, Kampfrichter und diverse Dorfvereine einfanden.

1930
Der Eidgenössische Turnverein (ETV) suchte bei den Aargauer Schwingern Kursleiter im Ringen. Der Vorstand lehnte mit der Begründung ab, er überlasse das Ringen dem ETV. Erste Bemühungen für die Schaffung eines Schwingerveteranenverbandes scheiterten an diversen Uneinigkeiten.

1929
Die Delegiertenversammlung beschloss, dass zukünftig der von ihr gewählte Technische Leiter als Kampfrichterpräsident zu amten hat. Zum 13. Mal in Folge gewann am Nordwestschweizerischen Schwingfest ein Aargauer den Siegeskranz.

1928
Die Jahrestagung wählte drei neue Vorstandsmitglieder. Für ein 18. und letztes Jahr stellte sich Gründungsmitglied Julius Berner als Kampfrichterpräsident zur Verfügung.

1927
Aufgrund einer Statutenrevision entstand für die Schwingfestvergabe ein Turnus. Damit erhielten alle acht Aargauer Kreise Anspruch auf regelmässige Zuteilung eines Anlasses. Der Nordwestschweizer Vorstand bemühte sich erstmals um die Trennung vom Kantonalturnverein. Damit wäre eine Anpassung der Statuten an diejenigen des Eidgenössischen Schwingerverbandes möglich.

1926
Am Baselstädtischen Schwingertag war ein Aargauer Schwinger für seinen Kameraden zum Ausstich angetreten. Ein Kampfrichter deckte das Vergehen auf. Der ehemalige Schwingerkönig Gotthold Wernli soll dem Sünder laut Übermittlung für das Einspringen eine kräftige Ohrfeige verpasst haben.

1925
Die Aargauer forderten über den Nordwestschweizerischen Verband, dass sie künftig ihrer Stärke entsprechend mehr als nur 16 Schwinger an die eidgenössischen Anlässe schicken dürfen. Gottfried Lüscher löste Hans Brunner als Präsident ab.

1924
In diesem Jahr verzichtete der Schwingerverband auf die Durchführung eines rein schwingerischen Anlasses. Auf Empfehlung des Kantonalturnvereines zeigten sich die Schwinger bereit zur Teilnahme am kantonalen Nationalturntag. Die ersten Kränze gingen denn auch an bewährte Schwinger.

1923
Das Schwingfest vom 6. Mai in Baden ging als äusserst gelungener Anlass in die Geschichte ein. Dies wirkte sich Ende Jahr auch positiv in der Verbandskasse aus.

1922
Der AKTV sorgte bei den Schwingern für Unruhe, weil er die Ernennung von Ehrenmitgliedern und die Aufnahme von zahlenden Passivmitgliedern verbieten wollte. Diese Einschränkung wurde vom Schwingerverband nicht akzeptiert und energisch bekämpft.

1921
Nach dem Rücktritt von Präsident Hans Urech, der während 14 Jahren im Vorstand mehrere Chargen belegt hatte, übernahm Hans Brunner das Präsidium. Er bezeichnete das Jahr als das arbeitsreichste seit dem Weltkrieg. Nachdem die Entwicklung bisher durch Krankheiten und Seuchen behindert wurde, trat die Arbeitslosigkeit in Erscheinung. Noch waren nicht alle Schwinger versichert. Deshalb regte der Präsident an, dass sich jeder Schwinger beim Handschlag im Sägemehl bei seinem Gegner über dessen Versicherung erkundigen sollte.

1920
Im Hinblick auf diverse Schwingklubgründungen entstanden neue Statuten. Diese hielten fest, dass alle Schwinger einer Sektion des Aargauischen Kantonalturnvereins angehören müssen.

1919
Im ersten Nachkriegsjahr beteiligten sich am Kantonalfest in Seon 402 Schwinger. Diese Zahl wurde bis zur 100-Jahr-Feier nie mehr annähernd erreicht. Am Eidgenössischen Schwingfest in Langenthal schnitten die Aargauer mit fünf Kranzerfolgen aussergewöhnlich erfolgreich ab.

1918
Auch dieses Jahr stand im Zeichen des Krieges, als sich ein anderes Übel bemerkbar machte. Eine weit verbreitete Grippe fiel auch über kräftige, junge Leute her. Trotzdem war dem Schwingfest in Teufenthal guter Erfolg beschieden. Das Präsidium wechselte vom Aarauer Albert Madörin zum Lenzburger Hans Urech. Dieser warb bei jeder Gelegenheit, die Versicherung des Eidgenössischen Schwingerverbandes zu unterstützen und Obligationen zu zeichnen.

1917
Die Versicherungsverhandlungen zogen sich in die Länge. Inzwischen erwog der Eidgenössische Schwingerverband, eine eigene Schwingerhilfskasse zu gründen.

1916
Da sich Präsident Julius Berner infolge Militärdienst zu wenig dem Verband widmen konnte, amtete an seiner Stelle Albert Madörin, der dann formell als Präsident bestätigt wurde. Zur Prüfung stand ein neuer Versicherungsvertrag.

1915
Trotz Grenzbesetzungsdienst fand in Möriken ohne festliches Gehabe und ohne Preisabgabe das Kantonalschwingfest statt.

1914
Weil sich in der ersten Jahreshälfte zuviele Unfälle ereigneten, kündigte die Versicherungsgesellschaft dem Eidgenössischen Verband den Vertrag. Bei der Diskussion über die Zulassung von auswärtigen Aargauern zum Schwingfest überwog die Ansicht, diese antreten zu lassen, weil es sich um keine Spitzenleute handle. Durch den Ersten Weltkrieg erlitt das Schwingen im Aargau ab dem 1. August einen Unterbruch.

1913
In allen sechs Kreisen fanden Kurse statt, deren Wirkung am Schwingfest in Unterkulm sowie am Kantonalturnfest in Brugg spürbar war. Der Eidgenössische Schwingerverband hatte mit einer privaten Versicherungsgesellschaft einen Vertrag abgeschlossen. Ab sofort galt für die Schwinger eine Versicherungspflicht. Der Eidgenössische Schwingerverband hielt seine Delegiertenversammlung im Hotel Waage in Baden und genoss so erstmals Gastrecht im Aargau.

1912
Am Schwingfest in Zofingen fand nach dem Mittagsbankett ein Festumzug mit Stadtmusik, Kampfgericht, Organisationskomitee, Sennen und Sennenmeitschi sowie den 150 Schwingern statt. Am Abend standen auf der Rangliste acht Schwinger in den ersten drei kranzberechtigten Punkträngen. An der Delegiertenversammlung des Kantonalturnvereins klopften die Schwinger kräftig auf den Tisch. Die Tagung bewilligte darauf eine Kranzabgabe für die ersten fünf bis sechs Ränge.

1911
Am Aargauer Schwingertag vom 22. Oktober in Lenzburg erhielten die Besten anstelle von Kränzen Preise.

 

1910
In Zofingen veranstalteten zwei Wirte ein Spekulationsschwinget. Die Verbände Aargau und Solothurn verboten ihren Aktiven die Teilnahme an solchen Anlässen. Zwei Aargauer Schwinger und ein eidgenössischer Turnerkampfrichter, die sich nicht daran hielten, wurden in der Folge gemassregelt.

1909
Am 3. Aargauer Kantonalschwingfest gabs erstmals Kränze zu gewinnen. Von den 150 Teilnehmern erhielten aber nur die vier besten Eichenlaub aufgesetzt. Die Schwingerzeitung berichtete von hochstehender schwingerischer Arbeit im Kanton Aargau. Besonderes Lob erhielt Albert Madörin, der als körperlich Untersetzter über eine sehr feinfühlige Technik verfüge. In diesem Jahr nahm der Nordwestschweizerische Schwingerverband die Aargauer auf.

1908
Der AKTV vertagte die beantragte Statutenänderung des Schwingerverbandes. Am Kantonalschwingfest in Baden nahm von 200 Mitgliedern rund die Hälfte teil. In der Mittagspause wurde die Generalversammlung abgehalten und der Vorstand wieder gewählt. Anstelle des demissionierenden Aktuars Hans Fischer erhielt Fritz Baumann (Biberstein) das Vertrauen ausgesprochen. Von Amtes wegen als Delegierter des AKTV wurde dessen Präsident Arnold Merz (Aarau) bestimmt.

1907
Der erste Aargauische Kantonalschwingertag fand am Nachmittag des 20. Oktobers in der Reithalle Aarau statt. Startberechtigt waren nur Aktive, die eineinhalb Franken an den Schwingerverband bezahlten. Die 50 Teilnehmer erhielten weder Kränze noch Gaben. Der Sieger hiess Emil Wyss (Murgenthal). Der Vorstand strebte noch im ersten Jahr den Beitritt zum Nordwestschweizerischen Schwingerverband an.

Die Gründung
Die Initiative, einen Schwingerverband zu gründen, entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter erfolgreich schwingenden Nationalturnern, die Turnvereinen angehörten. Turner, die sich nur für das Schwingen interessierten, bestritten zu dieser Zeit sogenannte Pinten- und Schafschwinget. Diese waren dem Aargauischen Kantonalturnverein (AKTV) ein Dorn im Auge. Deshalb verbot er seinen Mitgliedern die Teilnahme an solchen Anlässen.
Mit dieser Massnahme war das Unterkulmer Vorstandsmitglied Julius Berner, ein erfolgreicher Nationalturner und Schwinger, nicht einverstanden. Im Interesse der Sache und unter Ansporn des damaligen Präsidenten des Nordwestschweizerischen Schwingerverbandes, Heinrich Zschokke (Basel), rief Berner die Schwinger zusammen und orientierte sie über das Vorhaben, einen eigenen Verband zu gründen. Diese Idee nahmen die Anwesenden erfreut auf.
Die Delegiertenversammlung des AKTV genehmigte am 30. September 1906 die Statuten des künftigen Schwingerverbandes als Unterverband des Kantonalturnvereins und beauftragte den Vorstand mit der Gründung des Verbandes. Bereits im darauf folgenden Monat fand im Café Central in Lenzburg die Gründungsversammlung des Schwingerverbandes statt. Zu ihrem ersten Präsidenten wählte die Versammlung den Brugger Advokaten Dr. Alfred Keller. Der erste Vorstand war wie folgt besetzt:

•    Dr. Alfred Keller (Brugg/Präsident)
•    Julius Berner (Unterkulm/Vizepräsident)
•    Ernst Huber senior (Baden/Kassier)
•    Hans Fischer (Aarau/Aktuar)
•    Albert Madörin (Aarau/Versicherungswesen
•    Hans Urech (Lenzburg/Beisitzer)
•    Josef Hafner (BadenBeisitzer)
•    Otto Henzi (Rheinfelden/Vertreter Kantonalturnverein)

Vorerst wurde das Kantonsgebiet in sechs Schwingerkreise eingeteilt. Das erste Kantonalschwingfest vergab der Vorstand nach Aarau.