Aarg. Kantonaler Schwingerverband
 
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Aarg. Kantonalschwingfest 2019


Aarg. Kantonalschwingfest 2018


NEWS
112. Aargauer Kantonalschwingfest in Aarau Rohr mit 5150 Zuschauer
04.06.2018,

wr. Beim 112. Aargauer Kantonalschwingfest in Aarau Rohr hat sich Nick Alpiger vor der Rekordkulisse von 5150 Zuschauern durchgesetzt. Im Schlussgang besiegte er nach 10:53 Minuten mit einem überraschend angesetzten inneren Haken.

Nach der Schlussgangniederlage in Mümliswil nahm Nick Alpiger am Aargauer „Kantonalen“ in Aarau Rohr vor 5150 restlos begeisterten Zuschauer in der komapkten Arena erfolgreich Revanche. „Dieser Sieg ist unglaublich, das hätte ich nicht erwartet“, stammelte der 22-jährige Staufener ins Mikrofon der Platzspeakerin.
Nick Alpiger war zwar beim eigenen Kantonalen Topfavorit. Aber nach dem faden Startremis gegen den defensiv starken Marcel Kropf befand er sich sofort unter Druck. Diesem hielt er gegen Urs Hauri, Willi Schillig und René Fassbind mit Plattwürfen souverän stand. Auch die Nervenprobe durch den Unterbruch des Ganges gegen Roger Erb bestand er. NachWiederbeginn fackelte er mit dem Baselbieter nicht mehr lange.

Sportliche Schlussgangwahl
Weil Alpiger keine Maximalnote mehr erreichte, lagen Bruno Gisler und David Schmid dank platten Resultaten gleichauf. Das Einteilungsgericht unter der Leitung von Guido Thürig entschied sich für die Revance des Solothurner Kantonalfestes zwischen Gisler und Alpiger.
Im Gegensatz zu Mümliswil griff Alpiger diesmal nicht von Beginn weg an. Der neue Leader des Schwingklubs Lenzburg tastete sich heran und steigerte zunehmend die Angriffsintensität. Aber Gisler schien jederzeit Herr des Ganges zu sein. In der elften Minute gelang Alpiger bei einem weiteren Angriff intuitiv der richtige Schwung: Mit innerem Haken wuchtete der Aargauer den Solothurner nach 10:53 Minuten auf den Rücken. Augenblicklich verwandelte sich die kompakte Arena in ein Tollhaus. Der Aargau freute sich mit Nick Alpiger über den Heimsieg. Bei einem gestellten Schlussgang hätten Alpiger und Gisler die Note 9,00 hätte David Schmid den Festsieg geerbt oder wäre Co-Sieger geworden.

Mario Thürigs 100. Kranz
Zur Mittagspause ging Mario Thürig einem nationalen Novum entgegen. Noch nie hatte ein Schwinger mit dem 100. Kranzgewinn auch den Festsieg geerbt. Der 33-jährige Möriker führte mit 30 Punkten. Am Nachmittag rettete er mit drei Gestellten gegen Stephan Studinger, Urs Hauri und Bruno Linggi aber just das Jubiläumseichenlaub.
Wenig überraschend gewannen die Aargauer am Heimfest die Hälfte aller Kränze, nämlich 11 von 20. Die Baselbieter überraschten mit sechsfachem Eichenlaub. Solothurn musste sich mit zwei Kränzen begnügen, die Gäste vom Rigiverband mit einem. Als Neukranzer liessen sich Adrian Reinhard vom Schwingklub Aarau, Clemens Krebs (Waldenburg) und Janik Läuchli (Freiamt) feiern.

Imposantes Rahmenprogramm
Nicht nur mit zwei Unterhaltungsprogrammen und der attraktiven Hosälupfbar gestaltete das OK unter der Leitung von Beat Bolzhauser ein rundum gelungenes Fest. Auch am Schwingfestsonntag hatte die volkstümliche Unterhaltung parallel zu den Sägemehlakteuren Hochkonjunktur. Dem grossen Publikum gefielen auch Jodelgesang, Alphornklänge und Fahnenschwinger sehr. Höhepunkt war die stimmungsvolle Krönung der Kranzgewinner im Festzelt samt der würdigen Feier des Kranzjubiläums von Mario Thürig.

„Böse“ mit Augenwasser
„Das Fest ist noch viel, viel besser verlaufen, als ich es erhofft und erwartet hatte“, schwärmte Beat Bolzhauser am Sonntagabend Dem OK-Präsidenten fiel an der Krönung auf, dass auch die „Bösen“ mit dem Augenwasser zu kämpfen hatten. „So viele Emotionen ohne jegliche Schwierigkeiten: Schwingfeste sind wunderbar.“




Alpiger Nick mit Siegermuni Urner


100 Kranz für Thürig Mario


Zehn der elf Aargauer Kranzgewinner: (von links) Tobias Widmer, Samuel Schmid, David Schmid, Adrian Reinhard, Mario Thürig, Tagessieger Nick Alpiger, Janik Läuchli, Stephan Studinger, Andreas Döbeli u